Sonntag, 17. März 2013

Six Nations 2013 Week 5

5. Spieltag 2013 



Italien - Irland 22:15

Die Vorspeise am letzten Spieltag des 'Six Nations' Turniers bot das Spiel Italien gegen Irland. Beide Teams starteten das Turnier furios, um am Ende in der unteren Tabellenhälfte zu stehen. Irland fand sich im sonnigen Rom anfangs besser zurecht und erzielten nach ihrem ersten Eindringen hinter die gegnerische 22 Meter-Linie in der 6. Minute die 3: 0 Führung durch #10 Paddy Jackson. Aber das Heimteam kam gegen die durch Verletzungen geschwächten Iren immer besser zurecht und #10 Luciano Orquera holte durch zwei Straftritte in der 14. und 22. Minute die 6: 3 Führung. Zwischenzeitlich setzte er allerdings auch einen Schuß neben die Stangen, wie es ihm in der Folgezeit Jackson gleichtat. Als #13 Brian O#Driscoll in der 30. Minute die gelbe Karte bekam und somit zehn Minuten auf der Bank verbrachte, nutzten die Italiener diese Gelegenheit. #12 Gonzalo Garcia verwandelte nahezu von der Mittellinie einen Straftritt. Mit dem Halbzeitpfiff schoß Jackson die Gäste aber wieder heran - 6: 9. Italien kam aktiver aus der Halbzeit - sie witterten den allerersten Sieg gegen die Iren im 'Six Nations' Tunier scheinbar. Und so war es #14 Giovanbattista Garcia, der in der 49. Minute den Versuch für seine Farben legte. Orquera erhöhte und die 'Azzuri' führten 16: 6! Allerdings sahen sie dann ebenfalls eine gelbe Karte und Jackson brachte Irland mit drei Straftritten wieder auf einen Punkt heran. War das die Wende? Nein - denn nun agierten die Männer in grün zu aggressiv und erhielten noch zwei weitere gelbe Karten, während Orquera nach einem misslungen Straftritt seines Kickerkollegen Garcia seine Chancen nutzte und Italien den verdienten 22:15 Sieg erschoß. Ereignisreicher Auftakt am letzten Spieltag ...




Wales - England 30: 3

Wales gegen England war das Hauptmenü! Es ging um alles - Wales konnte mit einem Acht-Punkte-Sieg ihren Titel verteidigen, die Engländer waren auf den 'Grand Slam' - eine ungeschlagene Turniersaison - aus. In der ersten Hälfte versprach die Partie, was erwartet wurde: harte Tacklings und guten Rugby. In diesen vierzig Minuten ging es hin und her und die Heimmannschaft nutzte ihre leichten Vorteile zu drei Straftritten von #15 Leigh Halfpenny gegen einen von Englands Kicker #10 Owen Farrell. Dieser verschoß gar eine Penalty und der Waliser #10 Dan Biggar versuchte sich zum Pausenpfiff noch erfolglos an einem Drop Goal. 9: 3 - die sechs Punkte reichten den Walisern noch nicht. So erhöhten sie nach dem Seitenwechsel den Druck - mit Erfolg. Erst erhöhte Halfpenny auf 12: 3 und die Männer in Rot reagierten bei einem freien Ball schneller, #10 Mike Phillips nahm den Ball auf und bediente den außen laufenden #14 Alex Cuthbert, welcher den Versuch legte. Die Erhöhung ging daneben, doch Wales führte nun 17: 3. Die Engländer mussten handeln, doch wurden nervös. Farrell verschoß einen weiteren Straftritt, während sich Biggar ein weiteres Mal an einem Drop Goal versuchte - mit Erfolg. Kaum war das 20: 3 erzielt, gelang den Walisern ein weiterer Glanzakt: #3 Sam Warburton durchbrach die englische Abwehr, gab den Ball an #2 Justin Tipuric, der alle verbliebenen Abwehrspieler auf sich zog und in der letzten Sekunde den Ball zu Cuthbert pitschte, der seinen zweiten Versuch legte - nach der Erhöhung führten die Waliser 27: 3. England gab sich zwar nicht geschlagen, doch wenn man erstmal hinten liegt und unter Druck steht, gelingt nicht mehr wirklich etwas. So erzielte Biggar mit einem Straftritt in der 71. Minute die letzten Punkte. Mit einem Rekordsieg von 30: 3 reißt Wales den Engländern auf der Zielgeraden den Titel noch aus der Hand und verteidigt diesen mit Glamour. Gratulation nach Cardiff zum Six Nations Champion 2013: Wales!





Frankreich - Schottland 23:16

Das Dessert kam aus Paris: die 2013 ganz manierlich spielenden Schotten kamen mit ihrem Interimscoach Scott Johnson zu den bisher mehr als enttäuschenden Franzosen, welche ja vor Turnierbeginn als Titelaspirant gehandelt wurden. Ein flüssiges Spiel kam aber bei den feuchten Wetterbedingungen und dem aufgeweichten Rasen nicht zustande. Sehenswert war in der ersten Hälfte die beiden Straftritte von Schottlands #9 Greig Laidlaw (9. / 15. Minute) und deren Abwehr, die die Franzosen über zehn Minuten außerhalb der Malzone hielt. Danach spielten die Gäste ein wenig befreiter auf, aber weitere Punkte gab es bis zum Pausentee nicht. Besser eingestellt hatte sich in der Unterbrechung wohl die Franzosen, die den Druck nun geschickt erhöhten und die Schotten zu Fehler zwangen, die #10 Frederic Michalak durch drei Straftritte zur 9: 6 Führung schoß (45. / 50. / 54.) Laidlaw konnte dies fünf Minuten später egalisieren, doch die Franzosen hatten einen Weg gefunden, die schottische Abwehr zu knacken. Und so gelang ihnen in der 66. Minute der erste Versuch durch #12 Wesley Fonfana. Zu einem Doppelschlag machte diese Phase dann nur vier Minuten später #11 Maxime Medard, der den Ball vom wuchtig durchbrechenden #13 Mathieu Bastareaud bekam und ihn unter den Stangen ablegte. Da Michalak gerade mit einer Schulterverletzung vom Feld ging, erhöhte #22 Maxime Machenaud zum 23: 9. Schottland attackierte zwar nochmal, vergab aber eine der wenigen guten Chancen kurz vor der Malzone. Trotzdem legten sie noch einen Versuch, als Ersatzspieler #23 Max Evans aus der eigenen 22-Meter-Zone lossprintete, und den Ball an der gegnerischen 22 dann Teamkamerad #11 Tim Visser zuspielte, welcher dann zum Versuch vollstreckte. Doch auch die geschwinde Erhöhung durch #22 Ruaridh Jackson half nichts mehr. Schottland verliert ein weiteres Mal in Frankreich, kann trotzdem den dritten Platz in der Tabelle behaupten, während die Franzosen den 'Wooden Spoon' als schlechtestes Team 'ergattern'. 



Endtabelle: 

1. Wales      (+ 56) 8
2. England    (+ 16) 8
3. Schottland (-  9) 4
4. Italien    (- 36) 4
5. Irland     (-  9) 3
6. Frankreich (- 18) 3


Six Nations Sieger 2013: Wales
(photo: planetrugby.com)