Sonntag, 5. Mai 2013

Die Chronik der Unsterblichen: Die Blutgräfin - Wolfgang Hohlbein


Rezension zu ' Die Chronik der Unsterblichen: Die Blutgräfin' von Wolfgang Hohlbein



Erscheinungsjahr: 2004
Format: gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 429
Verlag: vgs
ISBN-13: 978-3-802-52935-1
Preis: 22,90 €


KURZBESCHREIBUNG: 
Auf der Suche nach Maria finden Andrej Delany und Abu Dun in der Nähe von Fahlendorf mehrere Leichen. Misstrauisch werden sie bei der Begutachtung derer von Ulrics Leuten beobachtet. Ulric ist einer der mächtigsten Männern in der Umgebung, doch sein Machteinfluss ist geringer geworden, seitdem Gräfin Berthold in ein naheliegendes verfallenes Schloß gezogen ist. Schnell kommen die beiden hinter das Geheimnis der Gräfin: es ist Maria! Allerdings wird sie von einem schier unbesiegbaren Mann namens Antoine Blanche begleitet, welcher sich immer wieder gegen die beiden Unsterblichen stellt. Trotzdem wollen Abu Dun und Andrej Fragen auf die Antworten, wer mehrere Leute in der Gegend getötet hat und ob Maria, die sogenannte 'Blutgräfin' jungfräuliche Mädchen verschwinden lässt?!

KOMMENTAR:
Ich bin ein bisschen Hin- und Hergerissen bei diesem sechsten Band der 'Chronik der Unsterblichen'. Wolfgang Hohlbein hat als Autor gute Arbeit im schriftstellerischen Bereich geleistet und den Roman flüssig sowie spannend verfasst. Dabei ist es ihm sogar gelungen, stellenweise eine passende, dunkle Atmosphäre aufzubauen und eine gute Mischung aus Aktion und Dialog herzustellen. Bei der Handlung allerdings hadere ich des öfteren! Wie auch in den Bänden zuvor fühlt sich Andrej oftmals älter und schwach und scheinbar verlassen ihn seine Fähigkeiten, die er als 'Unsterblicher' erhalten hat. Einen Grund dafür scheint es nicht zu geben, wenn es drauf ankommt gelingt ihm, was nötig ist! Dazu herrscht innerhalb der Handlung ein übertriebenes Hin- und Her, die Hauptprotagonisten scheinen oftmals einfach planlos zu Handeln. So wirken einige Passagen irgendwie überflüssig und rätselhaft, zumal sie innerhalb der Buchseiten nicht mal er- oder aufgeklärt werden. Warum hat sich zum Beispiel Abu Dun oftmals so eigenartig benommen? Es wird leider nie so richtig begründet. Blanche erwies sich als eine interessante Charaktere, deren Geheimnisse - wenn auch nicht durch Blanche selber - bestimmt nochmal aufgegriffen werden müssen. Ein durchweg gut lesbarer Roman mit einigen Makeln ...
7,5 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN: 
- sechtes Buch der Serie 'Die Chronik der Unsterblichen'
- Auftritt von Antoine Blanche, welcher eine Art Gestaltenwandler zu sein scheint, was ein alter Vampyr offensichtlich erreichen kann
- Andrej und Abu Dun werden beide zu Vampyr-Bestien, um Blanche in seiner eigentlichen Gestalt als spinnenähnliches Monster zu vernichten