Montag, 3. Februar 2014

Six Nations 2014 Week 1

1. Spieltag 2014


  
Wales - Italien 23:15 

Wie aufgedreht spielte der Titelverteidiger anfangs im Millenium Stadium und konnte nach nur drei Minuten den ersten Versuch legen, als Italiens #14 Angelo Esposito bei einem Schuss den aufspringenden Ball komplett falsch einschätzte und #14 Alex Cuthbert diesen aufnehmen und zum Versuch legen konnte. #15 Leigh Halfpenny erhöhte und egalisierte einen zwischenzeitlichen Straftritt des italienischen Kickers #10 Tommaso Allan in der 29. Minute zum 10: 3. Eine Minute vor der Pause hatten die Italiener wieder das Nachsehen, als ein Tackle nicht richtig saß und so #13 Scott Williams nach kurzem Pass unbedrängt unter die Malstangen tauchte - 17: 3 der Halbzeitstand. Die Südeuropäer gaben sich aber nicht geschlagen und konnten die Walieser Abwehr kurz nach Beginn der zweiten Hälfte ebenfalls mit einem Kick austricksen. #13 Michele Campagnaro gewann das Laufduell und legte zum Versuch. In der 70. Minute konnte er dann sogar seinen zweiten Versuch legen und seine Farben auf 13:20 heran bringen. Allan erhöhte diesen und so waren sie auf nur fünf Punkte heran. Leider genau die Punkte, welche die Italiener bis dato im Spiel durch Fehlkicks hatten liegen lassen. Wales trug nicht mehr allzuviel zum Spiel bei, aber machten mit dem zweiten Straftritt von Halfpenny in der 74. Minute den ein wenig schmeichelhaften Sieg klar. Aber auch solche Spiele gewinnen eben Meister ...

   

Frankreich - England 26:24

Beide Mannschaften hatten im ersten Spiel direkt etwas zu beweisen; die Franzosen mussten den letzten Platz des letztjährigen Turniers wieder gut machen, die Engländer hingegen die bittere Niederlage im entscheidenden Spiel in 2013 vergessen machen. Frankreich war es, die den besseren Start erzielten. Nach nur 32 Sekunden konnte #14 Yoann Huget nach einem Lupfer, welchen die Abwehr der Engländer total falsch einschätzte, den Ball abfangen und in die Malzone hechten. Nach vergebener Erhöhung konterte England mit einem Straftritt durch #10 Owen Farrell zum 3: 5. Diesen egalisierte #9 Jean Marc Dussain nur fünf Minuten später und als dann in der 18. Minute Huget die Abwehr der Engländer durchbrach und seinen zweiten Versuch legte, baute das Heimteam die Führung sogar aus. Dussain vergab zwar wiederum die Erhöhung, doch sein Straftritt in der 23. Minute ergab das 16: 3. Die Gäste waren nun mehr als gefordert und konnten immerhin drei Minuten vor der Pause ihrerseits ebenfalls einen Versuch durch den Neuling #12 Mike Brown legen. Die Erhöhung von rechts Außen setzte Farrell aber neben die Stangen. 16: 8 - zur Halbzeit war also noch alles offen, wenn England sich reinkniete. Und das taten sie in Halbzeit zwei! Sie liessen die Franzosen erst gar nicht viel Ballbesitz und erzielten in der 43. Minute per Straftritt das 11:16. Sechs Minuten später knackten sie das französische Abwehrbollwerk dann erneut. #13 Luther Burrell glich durch seinen Versuch das Spiel aus und Farrell ließ mit verwandelter Erhöhung die Engländer erstmalig mit 18:16 in Führung gehen. Als der Kicker dann allerdings eine Zerrung bekam, musste #9 Danny Care in der 57. Minute zum Straftritt antreten und baute zum 21:16 aus. Erst zehn Minuten sahen die Franzosen den sicher geglaubten Sieg davon gleiten und gaben sich nochmal einen Ruck. #22 Maxime Machenaud trat nun zu den Straftritten an und gab mit dem 19:21 dem Team erstmal den Glauben wieder, auch wenn #23 Alex Goode mit einem Dropgoal in der 73. Minute den alten Abstand wieder herstellte. Doch drei Minuten vor dem Ende gelang es den Franzosen doch noch: #23 Gael Fickou täuschte eine Ballabgabe an und erschuf sich so eine Lücke, durch die er in die Malzone sprinten und den Ball direkt hinter den Torstangen für eine leichte Erhöhung ablegen konnte. Diese konnte Machenaud auch durch die Stangen setzen und Frankreich hatte mit 26:24 die Führung zurück, welche sie auch nicht mehr abgaben...




Irland - Schottland 28: 6

Sehr engagiert begannen die Gäste aus Schottland im Aviva Stadium zu Dublin. Ruhig und strukturiert zogen sie ihre Phasen durch und hätten auch zuerst punkten können, doch der Straftritt in der 6. Minute durch #9 Greig Laidlaw ging an den Pfosten. So ließ es sich sein Pendant #10 Jonathan Sexton diese Chance nur acht Minuten später nicht entgehen, denn die Irländer waren selten am Ball, doch dann direkt gefährlich. Das 3: 0 konnte Laidlaw in der 19. Minute zwar egalisieren, doch Sexton änderte das vier Minuten später wiederum. Er war es auch, der seiner Mannschaft einen riesigen Impuls gab, als er aus der eigenen Hälfte einen Sprint bis tief ins gegnerische Feld antrat. Dies führte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum ersten Versuch der Partie, als die Iren weit nach rechts Außen spielten und #14 Andrew Trimble in die Malzone stürmte. Der 11: 3 Halbzeitstand war schon fast zu hoch. Laidlaw konnte dies in der 43. Minute noch anpassen, doch als Kapitän #8 Jamie Heaslip in der 47. Minute nach einem Einwurf hinter einem wuchtigen Paket in die Malzone rollte und Sexton die Erhöhung zwischen die Stangen drückte, merkte man, dass die Schotten mit dem aus ihrer Sicht 6:18 den Glauben und ihr Herz verloren ... und der Rest war vorprogrammiert. Sexton verwandelte in der 57. Minute noch einen Straftritt und #15 Rob Kearney fand dann in der eigentlich aufmerksamen Abwehr der Schotten neun Minuten vor dem Ende doch eine Lücke und legte den dritten Versuch für die Männer in Grün! Sexton stellte mit der Erhöhung das 28: 6 her, was die Iren nun schon als einen Kanditaten für den diesjährigen Titel hinstellt...

Tabelle: 

1. Irland     (+22) 2
2. Wales      (+ 8) 2
3. Frankreich (+ 2) 2
4. England    (- 2) 0
5. Italien    (- 8) 0
6. Schottland (-20) 0


Aktiv, aber effektlos: der Angriff der Schotten ...
(photo:planetrugby.com)