Donnerstag, 24. April 2014

Ein Fall für Johannes Cabal, Totenbeschwörer - Jonathan L. Howard

Rezension zu 'Ein Fall für Johannes Cabal, Totenbeschwörer' von Jonathan L. Howard



Erscheinungsjahr: 2010 (Originalausgabe: 2010)
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 414
Verlag: Goldmann
ISBN-13: 978-3-442-47034-1
Preis: 12,- €


KURZBESCHREIBUNG: 
Mal wieder ist der Nekromant Johannes Cabal in der Patsche: er wird bei dem Einbruch in eine Bibliothek gefasst, als er das verbotene Buch 'Principa Necromantica' rauben wollte. Das bedeutet in dem hart regierten Land Mirkarvien die Todessstrafe. Doch Dank seines Berufs als Totenbeschwörer ist er plötzlich ein gefragter Mann, als der Kaiser Andorbus II. kurz vor einer entscheidenden Rede verstirbt. Er soll diesen landes-historischen Tag retten - allerdings verläuft das nicht ganz so nach Plan und Cabal ist auf der Flucht. Um aus dem Land zu kommen, schmuggelt er sich auf das Flugschiff 'Prinzessin Hortense'. Dort gerät er aber in den nächsten Schlamassel, als ein ehemaliger Wissenschaftler der mirkarvischen Regierung umgebracht wird...

KOMMENTAR:
Der Rücksichtslose und egoistische Totenbeschwörer Johannes Cabal ist zurück. Nach seiner teuflischen Aufgabe und dem damit verbundenen Besuch in der Hölle im ersten Band ist der zweite Roman aus der Feder des Autors Jonathan L. Howard eher bodenständig. Cabal tritt verstärkt in die Fußstapfen eines Sherlock Holmes oder Hercule Poirot. Dies fabriziert er in einem fiktiven Luftschiff eines fiktiven europäischen Landes. Diese Länderei hat Howard mit dessen Geschichte und den Komplikationen zu den Nachbarstaaten interessant ausgearbeitet, was dem gelungenen Roman eine gewisse Würze verleiht. Das Luftschiff wie auch diese kleinen Entomopter geben dem zweiten Band um Cabal einen Touch 'Steam-Punk'. Dies alles passt ebenfalls wunderbar zu dem typischen ironisch wie auch sarkastischen Schreibstil von Howard. Positiv ist auch, dass dieser Roman von derselben Person Jean-Paul Ziller übersetzt wurde! Meiner Meinung nach passt das Übersinnliche zum makabren Cabal etwas besser und wahrscheinlich hat der Schriftsteller deshalb dieses abgedrehte Abschlusskapitel um das Grab des Umtak Ktharl angehangen. Diese Seiten gehen eindeutig in Richtung H.P. Lovecraft und runden den Roman wunderbar ab! Feine Fortsetzung, die den Leser auf den dritten Band freuen lässt!
8,2 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN:
- zweiter Band um den Nekromanten Johannes Cabal
- Skizze von dem fiktiven Land Mirkarvien und seinen Nachbarstaaten
- zur Untermalung von Land und Sitten gibt es klärende Zwischenkapitel