Montag, 6. April 2015

European Rugby Challenge Cup 2014/15 Viertelfinale



Die Viertelfinal-Ergebnisse des European Rugby Challenge Cup: 




Gloucester Rugby - Connacht Rugby 14: 7

Als bestes Team der Vorrunde empfing Gloucester Rugby das irische Team aus Connacht. Dass es nicht einfach würde, war allen bewusst und so tasteten sich beide Teams eine gute Viertelstunde lang ab. Erst als das Heimteam vom taktischen Spiel abkam und mehrere Angriffsphasen spielte, kamen die Engländer weiter in die gegnerische Hälfte und konnte schließlich in der 21. Minute eine Lücke in der Abwehr von Connacht aufreissen, die #14 Charlie Sharples zum Versuch nutzte. #9 Greig Laidlaw erhöhte zum 7: 0. Dasselbe Schema konnte in der 31. Minute nochmals genutzt werden, wodurch #13 Bill Meakes diesmal in die Malzone drang. Laidlaw stellte den Halbzeitstand von 14: 0 her. Der schottische Nationalspieler hätte auch die ersten Punkte in der 62. Minute erzielen können, doch sein Straftritt ging neben die Stangen. Viel mehr Chancen bekam das Heimteam gar nicht, da die Iren nun auch mehr attackierten und damit Meter machten. So übten sie großen Druck auf den Gegner aus, der diesem in der 66. Minute nicht mehr gewachsen war und nur noch durch eine Regelwidrigkeit Connacht von Punkten abhalten konnte. Das wurde allerdings mit einem Straf-Versuch geahndet. #10 Jack Carty erhöhte diesen zum 7:14. Nun war die Partie wieder offen und die Gäste drückten auf einen zweiten Versuch. Doch Gloucester verteidigte konzentriert und als Connacht in der Nachspielzeit den Ball nach vorne verlor, war es klar: Gloucester hat im Halbfinale ein Heimspiel im Kingsholm Stadium!




Exeter Chiefs - Newcastle Falcons 48:13

Die beiden Teams aus der englischen Aviva-Premiership kannten sich nun eben deswegen gut genug, um auf ein spannendes Spiel zu hoffen. Allerdings war dies nur bedingt der Fall! Die 'Falcons' spielten zu ideenlos, während die 'Chiefs' mutig nach vorne arbeiteten und so in der 13. Minute verdient in Führung gingen, als sich #6 Dave Ewers per Paket in die Malzone tankte. #10 Henry Slade erhöhte zum 7: 0. Fünf Minuten später der nächste Schlag in das Gesicht der Gäste: #15 Alex Tait sah die gelbe Karte und Exeter bekam in Folge einen Straf-Versuch zugesprochen. Erst als das Team wieder komplett war konnte Newcastle erstmalig punkten; #10 Tom Catterick setzte einen Straftritt zwischen die Stangen. Dieser wurde aber von Slade nur zwei Minuten später zum 17: 3 egalisiert. Immerhin konnte Catterick einen weiteren Straftritt mit auslaufender Halbzeit erzielen. Die Entscheidung fiel eigentlich direkt nach dem Seitenwechsel, als sich Ewers durch die Abwehr der Gäste tankte und den Ball beim Tackling mit der Rückhand auf #8 Thomas Waldrom weitergab, der sich die letzten Meter durch die Abwehr arbeitete. Slade verwandelte die Erhöhung zum 24: 6. Newcastle verlor daraufhin den Glauben an sich selbst und musste so noch drei Versuche von #15 Byron McGuigan, #12 Sam Hill und #5 Dean Mumm (59./70./72. Minute) hinnehmen, während sie selber in der 67. Minute durch einen schnellen Antritt von #14 Chris Harris ihren einzigen Versuch legten. Die Erhöhung von Catterick war das 13:34 und half letztlich nicht mehr. Insgesamt verloren die 'Falcons' klar und deutlich mit 13:48. Exeter spielt somit im Halbfinale ein weiteres englisches Duell bei Gloucester Rugby...




Newport Gwent Dragons - Cardiff Blues 25:21

Im Duell der beiden walisischen PRO12 Teams erwischten die Gäste aus der Nachbarstadt Cardiff den besseren Start und konnten durch flottes Angriffsspiel schon in der 5. Minute durch #9 Lloyd Williams einen Versuch legen, den #10 Gareth Anscombe zum 7: 0 erhöhte. Newport konnte in dieser Phase nur einen Straftritt dagegen halten, den #14 Tom Prydie in der 9. Minute erzielte. Die 'Blues' attackierten allerdings mit schnellen Pässen weiter und so fand Anscombe nach Pass von Williams in der 26. Minute die Lücke in der Abwehr und konnte den Ball in die Malzone drücken. Er erhöhte auch selber zum 14: 3. Die 'Dragons' mussten nun handeln, wenn sie das Spiel nicht aus der Hand geben wollten. So verstärkten sie nun auch ihre Angriffsbemühungen und wurden schließlich belohnt, als in der 36. Minute #11 Hallam Amos nach einem Gedränge den Ball zugepasst kam und ungehindert in die gegnerische Malzone stürmen konnte. Prydie erhöhte zum 10:14 und hätte den Spielstand in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch verkürzen können, doch sein Straftritt fand nicht den Weg zwischen die Stangen. Ein Doppelschlag in der zweiten Spielhälfte entschied die Partie schließlich. In der 46. Minute täuschte #9 Jonathan Evans nahe der gegnerischen Malzone einen Pass nach links an, bediente aber den eingewechselten #20 Nic Cudd auf seiner rechten Seite, der sich in die Malzone tankte. Die Erhöhung ging zwar daneben, doch nur vier Minuten später konnte sich Williams nur mit dem Halten eines Gegners wehren, als Newport die Heimmannschaft an die Wand drückte. Ein Straf-Versuch sowie die gelbe Karte gegen Williams war das Resultat. Prydie erhöhte zum 22:14. In der 58. Minute hätte er den Sieg per Straftritt besiegeln können, doch er verzog den Kick. So war es in der 68. Minute #10 Dorian Jones, der den nächsten Straftritt für Newport zum 25:14 verwandelte. Cardiffs Versuch in der 74. Minute durch #8 Josh Navidi und Anscombes Erhöhung zum 21:25 kamen schlicht zu spät und den Gästen rannte schließlich die Zeit davon. Somit stehen die Waliser aus Newport im Halbfinale...




London Irish - Edinburgh Rugby 18:23

Edinburgh Rugby wollte sich im englischen Madejski Stadium bei Reading den Einzug in das Halbfinale und einem Heimspiel sichern. So spielten sie von Beginn an engagiert. In der 2. Minute konnte #9 Sam Hidalgo-Clyne die ersten Punkte per Straftritt auf die Anzeigetafel bringen. Nach einer Gasse innerhalb der gegnerischen 22 bildete Edinburgh ein wuchtiges Paket, aus dem sich schließlich #3 WP Nel löste und sich die letzten Meter über die Mallinie tankte. Hidalgo-Clyne erhöhte den Versuch und schon stand es in der 12. Minute 10: 0. Während sein Gegenüber #10 Shane Geraghty in der 16. Minute neben die Stangen schoß, verwandelte Hidalgo-Clyne aus nahezu gleicher Distanz zwei weitere Straftritte in der 19. wie 21. Minute. Erst dann wachte London Irish auf und begann schnellen Angriffsrugby zu spielen. So gab es die ersten Punkte in der 33. Minute durch Straftritt von Geraghty. In den letzten Sekunden vor der Halbzeit hatte er eine weitere Chance, aber auch dies ließ er ungenutzt. Doch die Exil-Londoner bekamen nochmals den Ball und während die Gäste scheinbar schon geistig in der Pause waren, kombinierten sie mit schnellen Pässen, bis der rechtsaußen laufende #6 Conor Gilsenan ungehindert in die Malzone stürmte. Geraghty erhöhte und schon stand es nur noch 10:16. Die 'Irish' spielten nun beflügelt weiter und konnten in der 46. Minute durch einen weiteren Straftritt von Geraghty den Abstand auf drei Punkte verkürzen. Die Schotten waren sichtlich beeindruckt und wussten nicht, wie sie die nun schnellen Angriffe richtig verhindern konnten. Die Londoner wurden gar frech, in der 53. Minute kickte Geraghty den Ball in der gegnerischen 22 über die Köpfe der Abwehr. #11 Tim Visser konnte - wenn auch etwas regelwidrig - den Fang von #23 Tom Fowlie nicht verhindern, aber das sichere Punkten. Doch der Ball kullerte aus den Händen des Attackierten, sein Mitspieler #9 Scott Steele war zur Stelle und tauchte an der rechten Malzonenfahne über die Linie. Auch wenn Geragthy die schwere Erhöhung nicht zwichen die Stangen brachte, London Irish hatte mit 18:16 die Führung übernommen. Edinburgh war nun gefordert und konnten endlich wieder nach vorne spielen. Erfolg hatten sie damit in der 60. Minute, als der eingewechstelte #19 Frazer McKenzie die letzten Meter zur Malzone überbrückte und den Ball in diese drückte. Hidalgo-Clyne erhöhte zum 23:18. Es waren aber noch gute 18 Minuten auf der Uhr und das Heimteam streckte sich nochmal mächtig. Die letzten vier Minuten setzten sie sich regelrecht vor der Mallinie der Edinburgher fest, doch erst in der Nachspielzeit kamen sie in Gestalt von #2 David Paice über diese. Allerdings lag Hidalgo-Clyne unter dem Ballträger und so musste der Videobeweis zeigen, ob der Ball auf den Boden gedrückt werden konnte. Keines der Fernsehbilder konnte dies eindeutig zeigen, Schiedsrichter Pascal Gauzere gab den Versuch nicht und Edinburgh holt sich das Halbfinal-Heimspiel!

Frazer McKenzies Versuch entschied die Partie zwischen Edinburgh und London Irish schließlich
(photo: © epcrugby.com/getty images)

Somit stehen die Halbfinalpaarungen wie folgt fest:

Am 17.04. treten Edinburgh gegen Newport  im 'Murrayfield Stadium' in Edinburgh an und am 18.04. spielen Gloucester im 'Kingsholm Stadium' (Gloucester) gegen die Engländer aus Exeter.