Mittwoch, 29. Juli 2015

Die Stunde des Mörders - Stuart MacBride

Rezension zu 'Die Stunde des Mörders' von Stuart MacBride



Erscheinungsjahr: 2007 (Original: 2006)
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 477
Verlag: Goldmann
ISBN-13: 978-3-442-46262-9
Preis: 8,95 €


KURZBESCHREIBUNG: 
Nach den aus Polizeisicht negativen Ereignissen bei dem letzten Fall wird der Detective Sergeant Logan McRae zur besseren Kontrolle dem Detective Inspector Roberta Steel unterstellt und landet damit in der Versager-Truppe. Großartig verzweifeln kann McRae allerdings nicht, da er beauftragt wird, den Mord an der Prosituierten Rosie Williams aufzuklären. Doch als dann auch die Leiche der nächsten Prostituierten namens Michelle Wood gefunden wird, weiß Logan, dass er wohl einen Serienmörder jagt. Seinen vorherigen Vorgesetzten DI Insch hält dies jedoch nicht davon ab, Logan auch für seine Zwecke einzuspannen und fordert dessen Unterstützung in dem Brandanschlag ein, bei dem sechs Menschen hilflos eingesperrt und geröstet wurden. Dazu kümmert er sich noch 'nebenbei' um die Vermisstenanzeige der Ailsa Cruishank, eine einfache Hausfrau, deren Ehemann Gavin plötzlich verschwunden ist. Wird die viele Arbeit dem Detective Sergeant über den Kopf wachsen, zumal es seine junge Beziehung mit der Polizistin Jackie Watson arg strapaziert? McRaes Einsatzvermögen wird auf eine harte Probe gestellt...

KOMMENTAR:
Der zweite Roman um die Figur DC Logan McRae aus der Feder von Autor Stuart MacBride führt seine Polizeiarbeit chronologisch fort. Dies hat den Vorteil, dass Leser von dem Erstwerk 'Die dunklen Wasser von Aberdeen' sehr schnell in der Handlung wie auch Umgebung (spielt der Roman doch ebenfalls im schottischen Aberdeen)  und die Charaktere wie die Gerichtsmedizinerin Dr. Isobel MacAlister oder DI Insch sehr vertraut wirken. Aber auch die Schmöckerer, die mit 'Die Stunde des Mörders' erstmalig von dem Schriftstellers lesen, werden nicht vor große Hürden gestellt. Die Verhältnisse sind recht klar und sauber dargestellt. Der Umgang unter den Protagonisten mag etwas ruppig klingen und vermittelt ein wenig das Gefühl, dass dies überzogen ist; aber ich denke, dass kein Mensch einen drögen Standard-Alltags-Roman lesen mag. Gerade das prägt doch diese Figuren aus dieser Serie. Der Roman an sich ist wie der Vorgänger sehr flüssig zu lesen und man fliegt nur so über die Seiten. Ein klein wenig Konzentration ist jedoch schon nötig, da McRae im Grunde in vier verschiedenen Fällen ermittelt - auch dies ist wohl ein klein wenig an der Realität vorbei. Trotzdem hält das Buch von MacBride das Spannungslevel konstant hoch. Mir persönlich ging der Kriminalfall aus dem ersten Roman etwas näher, als die Fälle in diesem Buch, doch solche Abschnitte wie der zerlegte Hund im Reisekoffer oder das Schicksal des Reporters Colin Miller ist bestimmt kein Stoff für zarte Gemüter. Somit gibt es mit 'Die Stunde des Mörders' also Lesestoff für Freunde von weniger action-geladenen, doch spannenden Thrillern aus Schottland, welcher etwas provokativ daher kommt, aber die Leselust nicht hemmt. Weiter so, Mister MacBride...
8,2 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN: 
- zweites Buch um Detective Sergeant Logan McRae
- Danksagung des Autors