Sonntag, 30. August 2015

Johannes Cabal: Das Institut für Angst und Schrecken - Jonathan L. Howard

Rezension zu 'Johannes Cabal: Das Institut für Angst und Schrecken' von Jonathan L. Howard



Erscheinungsjahr: 2012 (Originalausgabe: 2011)
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 349
Verlag: Goldmann
ISBN-13: 978-3-442-47035-8
Preis: 12,99 €


KURZBESCHREIBUNG: 
Als eines Tages der Bestattungsunternehmer Shadrach, der Anwalt Corde und der Kunsthändler Bose an die Tür des abgelegenen Hauses vom Totenbeschwörer Johannes Cabal klopfen, ist das der Beginn eines großen Abenteuers. Denn diese drei so unterschiedlichen Gesellen kommen im Auftrag des 'Instituts für Angst und Schrecken' und heuern den egoistischen Cabal an, um nichts weniger als die Angst zu eliminieren. Zwar etwas mit Skepsis behaftet nimmt der Totenbeschwörer den Auftrag an, denn die Belohnung ist nicht weniger als der Silberschlüssel, welcher das Tor zu den Traumlande öffnen soll. Und in diese muss das ungleiche Quartett auch reisen, um den Phobischen Animus - sprich: die Angst - aufzuspüren und sie für immer zu besiegen. Doch lässt sich diese so einfach finden? Johannes Cabal hat da so seine Zweifel, ob sie alle diesen Trip überleben werden...

KOMMENTAR:
'Das Institut für Angst und Schrecken' ist der dritte Roman um den Totenbeschwörer Johannes Cabal. In diesem zieht es den egozentrischen Kameraden wieder in phantastischere Gefilde als wie in dem Vorband, welcher mit seinem Abschluss-Kapitel allerdings schon die Richtung wies: es dreht sich alles um die Traumlande, die Großen Alten und Cthulhu - eben all das, was aus der Feder von H.P. Lovecraft stammt, und so ist der Roman eine regelrechte Huldigung an den amerikanischen Schriftsteller. In dessen Traumlande lässt Jonathan L. Howard den skurrilen Nekromanten samt eigenartiger Auftraggeber reisen. Wer ein Lovecraft-Fan ist, wird über die unzähligen Anekdoten wahnsinnig erfreut sein. Von der mysteriösen Stadt Arkham, über die Shoggothen bis hin zu Nyarlathotep finden sich viele Dinge aus Lovecrafts' Gesamtwerk in diesem Roman wieder. Mir persönlich gefällt der Einsatz von Ghulen, welche in den Romanheften der Siebziger und Achtziger wohl ihre berüchtigste Zeit hatten, ansonsten aber wegen ihrer recht blassen Erscheinung bisher noch nicht so in TV- oder Buchserien gepackt wurden, wie die vielfältigeren Vampire, Werwölfe oder Zombies. Wobei letztere ja genauso wenig Varianten-Reichtum besitzen wie Ghule. Im Grunde sind sie aber Lovecrafts' Shoggothen nicht unähnlich. Ansonsten hat der gut und muntere geschriebene Roman etwas von einem 'Jump 'n' Run' Spiel; der egoistische aber irgendwie doch sympatische Cabal hoppelt nur so durch die Traumlande, ohne dass irgendeine Station nachhaltig ist. Gegen Ende wird es dann noch ein wenig verschachtelt, dass der Leser schnell dazu neigt, den Überblick zu verlieren. Trotzdem ein gelungener Abschluss der Trilogie der Serie um Johannes Cabal, wobei der Autor mit den letzten Zeilen eine riesige Hintertür für mehr offen gelassen hat! Und in der Tat gibt es schon in der englischen Version einen vierten Band. Bleibt abzuwarten, ob dieser auch ins Deutsche übersetzt wird - wäre nicht schlecht!
7,8 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN:
- dritter Band um den Nekromanten Johannes Cabal
- Anmerkung des Autors
- Danksagung des Autors