Montag, 23. Mai 2016

Gotham Sounds Festival IV - 29./30.04.2016, Hilden


Zwei Tage lang wurde die 'Area 51' - das Jugend- und Kulturzentrum in Hilden – von den Veranstaltern Gotham Sounds zwecks ihres Festivals belagert. Das zweitägige Event, was am 29. und 30. April 2016 vollzogen wurde, hatte einiges zu bieten; nicht nur jede Menge Musik. Zur Einstimmung bekam der zahlende Gast einen 'Tabu Beast', ein auf Absinth basierender Cocktail, gereicht. Und schon konnte man den Trink noch am Gaumen kitzelnd an zwei-drei kleinen Verkaufsständen mit diversen gotischen Accessoires im Angebot vorbei schauen, die in den schlichten Räumlichkeiten 'Area 51' untergebracht waren. Getränke aller Art konnten bei der Crew der Location erworben werden – und das zu äußerst humanen Preisen. Aber auch der Hunger durfte wenn nötig gestillt werden, hatte sich nahe dem Eingang ein Verkaufstand mit libanesischen Spezialitäten aufgestellt. Es war wohl für weniger experimentierfreudige Besucher eine Erleichterung, dass man natürlich auch unter anderem eine klassische Pommes Rot/Weiß bekam. Praktischer weise waren die Merchandising-Stände im Konzertsaal aufgebaut. So konnte man bei Gefallen des Gehörten samt Geldbörse schnell zur Tat schreiten. Allerdings waren die kauf-freudigen Gäste auch schon vor dem allerersten Musik Ton dort kräftig aktiv. Der Saal an sich war geräumig genug solch ein Festival, welches Bands aus den Genren Gothic-Rock, Dark-Wave und Post-Punk vereint, zu stemmen. Und erstaunlicherweise blieb der Sound aller Band auf einem ziemlich gleichwertig guten Level; ohne stumpf, matschig oder schlicht zu laut zu erklingen. Ach ja, die Bands … je vier pro Tag betraten die Bühne – und zwar wie folgt:

Mit einer leichten Verzögerung von einer Viertelstunde betrat die italienische Band JAPAN SUICIDE die Bühne. Mit dieser jungen und eher unbekannteren Band hatten die Veranstalter direkt eine sehr positive Überraschung in das Lineup gedrückt : neben dem schon erwähnten guten Sound im Saal konnten die fünf Südeuropäer mit ihrem innovativen Dark-Wave, der ein wenig Psychedelic wie auch Post-Punk inne hatte, viele Zuhörer in den Saal ziehen und denen Songs ihres letzten Albums wie Death oder A Mood Apart, aber auch komplett neue Tracks wie Circle oder 1978 näher bringen. Im Hintergrund zu diesen wurden anstatt aufwendiger Lichtshow einige recht kuriose Videosequenzen per Beamer an die Wand gestrahlt. Besonders die Filmausschnitte eines sehr heidnisch erscheinenden Opferungsrituals mit dem Darsteller Christopher Lee waren schon etwas abgedreht. Den Film muss ich mir bei Gelegenheit mal besorgen … was in den Siebzigern doch ein merkwürdiges Zeugs gedreht wurde … JAPAN SUICIDE überzeugten auf jeden Fall auch so durch ihre eigenständige Musik, bedankten sich artig bei den Veranstaltern und ließ die Besucher nach gut fünfzig Minuten mit einem brachialen We Die In Such A Place, dem Titelträger des letzten Outputs, zum Verkaufsstand laufen, um sich mit Material des Quintetts einzudecken bis das nächste Album sowie eine angekündigte italienisch-sprachige E.P. erscheinen wird. Man darf sich auf jeden Fall drauf freuen!

Japan Suicide
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)


Klassischen U.K. Gothic-Rock aus Schweden – gibt es nicht? Aber Hallo: das Quartett BROTHERHOOD bewies das klare Gegenteil. Ganz im Stile von THE SISTERS OF MERCY oder THE MISSION zeigten die Jungs aus dem Norden, wie dieser Sound anno 2016 zu klingen hat, nämlich frisch und melodiös. In ihrem leider nur knapp vierzig Minuten langen Auftritt begeisterten die Band die leicht gestiegene Zuschaueranzahl und brachte mit Liedern wie Abigail oder Anymore nicht wenige Tanzbeine in Wallung zu bringen, sondern zeigte auf, dass dies Genre noch lange nicht ausgesaugt ist und immer noch frisches Material aufwarten kann. Bei dem viel zu kurzen Streifzug durch ihre Veröffentlichungen mit dem zentralen Fokus auf der letzten E.P. 'The Other Side Of Fear' verging die Zeit wie im Flug, die Sänger Micke Lönngren in den Gesangspausen nahezu joggend bewältigen zu schien. Natürlich fehlte ihr interner Hit Shame nicht auf der Setlist, den viele Fans schon vor zwei Jahren an selber Stelle begeisterte und so natürlich mehr als erfreut waren, BROTHERHOOD nochmals auf der Bühne sehen zu dürfen. Es dauert hoffentlich nicht wieder so lange, bis die Schweden unsere heimischen Gefilde beehren werden, denn sie sind eine Bereicherung für das Genre!

BROTHERHOOD
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)


Kann man ASMODI BIZARR ersetzen? Nein, das ist unmöglich … und doch mussten sich die Veranstalter mit dieser Frage herumschlagen, da sich der Bassist der deutschen Kultband der Achtziger Jahre das Fersenbein gebrochen hatte und die Musiker schweren Herzens die Teilnahme am Festival absagen mussten! Glücklicherweise fand sich eine Band, die einspringen wollte. AEON SABLE übernahm kurzfristig diesen Part und man kann rückblickend sagen, dass sie tatsächlich jedes Bedauern des Ausfalls ad acta legten. Denn die deutsche Gothic-Rock Band mit leichtem Hang zum Gothic-Metal legte eine einstündige Performance hin, die alle Anwesenden wohl so schnell nicht vergessen werden. Beginnend mit dem noch jungen Song Hypaerion blies das Quartett allen den Boden unter den Füßen weg, dass man meinte, von den Soundwänden der Musiker getragen zu werden. Neben der sauberen Arbeit an den vier- wie sechssaitigen Klampfen stach natürlich der charismatische Gesang von Nino Sable heraus, der mit der gelungenen Lichtshow bestens harmonierte und seinen teilweise gewaltigen Growls die Fans fesselte. Mit Songs wie Visions oder White Snow beweisen AEON SABLE, dass sie zur deutschen Speerspitze des Genre gehören, was sie sich ehrlich und überzeugend erarbeitet haben. Trotz dem sehr kurzfristigen Engagement konnte die Band sogar mit Quaawoe Tango einen brandneuen Track präsentieren – das nennt man professionell. Wenn die Band kein Ersatz gewesen sein mag, dann aber eine mehr als hochkarätige Erweiterung des Gotham Sounds Festival 2016!

AEON SABLE
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)


Den ersten Abend beendeten das Trio THE FOREIGN RESORT aus Dänemark. Die Jungs untermauerten einen Satz aus dem gesamten Musikgenre: Du kannst noch so unbekannt sein – mit Spielfreude bekommst du jedes Publikum auf deine Seite. Und wie; das Schlagzeug gleichwertig neben Gitarrist und Bassist auf der Bühne stehen, legten die Jungs los wie die Feuerwehr. Onto Us und Under Bright Neon Stars von der jüngsten E.P. 'The American Dream' brachte den Funken zwischen Musiker und Publikum sofort zum Überspringen. Glaubt man erst, 'The Cure on Speed' zu vernehmen, entpuppt sich das Werk doch schnell als eigenwillige Version aus Dark-Wave und Post-Punk. Druckvoll kamen die Lieder wie Landslide oder Take A Walk herüber und die lockere Kommunikation mit den Zuschauern tat ihr Übriges. Aus einem guten Fundus ihrer bisherigen Veröffentlichungen brachten es die Jungs aus dem Nachbarland routiniert über die erste Stunde und als dann festgestellt wurde, dass noch genug Bier auf der Bühne sei, ging es noch gute dreißig Minuten mit Tracks wie zum Beispiel dem flotten Colleen weiter. THE FOREIGN RESORT ist live ein wahrhaftige Offenbarung; ich kann nur Jedermann raten, auf den nächsten Konzerten der Band reinzuschauen, wie etwa im Juni in Oberhausen. Es lohnt sich!

THE FOREIGN RESORT
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)

Der erste Abend nahm zwar somit auf der Bühne sein Ende, doch anschließend gaben DJ Wahni, DJ Tuxxeedomoon und DJ George Godspeed den musikalischen Takt auf der After-Show-Party an. Es durfte noch lange gefeiert, gefachsimpelt und getanzt werden, wenn es nicht gerade schon nach Hause ging. Die Veranstalter hatten sich dafür sogar um einen Shuttle-Service in die Umgebung gekümmert. Gemeinsam hatte der größte Anteil des Publikums aber wohl nach einem wunderbaren ersten Festival-Abend die Vorfreude auf Tag Zwei des Festivals…

… und diesen begann erneut eine italienische Band. Niemand geringeres als BURNING GATES weckten die noch müden Glieder der letzten Nacht mit ihrem explosiven Gemisch aus Gothic-Rock und Post-Punk. Zu den Vortags-Tätern gesellten sich etliche weitere Fans wie Neugierige, was die Gesamtbesucherzahl über die 200er Marke geschraubt haben sollte und allesamt konnten sich von der druckvollen Performance des Quartetts überzeugen lassen. Songs wie Twilight oder Dancing In The Mirror wirkten deutlich rauer als sie auf den Tonträgern der Band zu vernehmen sind. Dies rüttelte die Menge wach und brachte die Körper in Wallung. Die Südeuropäer präsentierten eine gelungene Mischung ihrer Veröffentlichungen und zeigten augenscheinlich Spaß an dem Auftritt. Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht wenige Zuschauer exakt wegen dieser Band die Anreise gewagt hatten, denn niemand weiß, wie es nach diesen geplanten Gigs der eigentlich seit den frühen 2000er Jahren aufgelösten Band weitergehen wird. Der überzeugende, dreiviertelstündige Auftritt auf dem Gotham Sounds Festival , der mit einer genialen Coverversion von KILLING JOKEs The Wait endete, zeigte dass noch jede Menge Leben in BURNING GATES steckt, was nicht verschwendet werden sollte - keep on gothin‘ …

BURNING GATES
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)


Es ging nicht minder druckvoll weiter, die zweite Band des zweiten Abends waren TERMINAL GODS, denen es durch eine rege Präsents in den neuen Medien sowie nicht wenigen Live-Auftritten gelungen war, ihren Bekanntheitsgrad hochzuschrauben. Wie alte Bekannte wurden die Briten auf der Bühne begrüßt und dankten es mit einer Spielfreude, welche schnell einen Link zu den Fans herstellte. Sichtlich erleichtert nun auch endlich einen Longplayer namens 'Wave / Form' vorweisen zu können, präsentierten die Engländer von diesem einen wunderbar flotten und melodischen Gothic-Rock, der sich in Songs wie Electric Eyes oder Changing The Guard wiederspiegelte. Gerade die Refrains ließen die Fans jede Menge Spaß an der knapp einstündigen Performance haben und sagen freudig mit. Und weil es so schön war, hing das Quartett kurzerhand mit Lessons In Fire noch eine Zugabe dran. TERMINAL GODS haben auf dem Gotham Sounds Festival bewiesen, dass auch der melodiöse Gothic-Rock eine Zukunft haben kann!

TERMINAL GODS
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)


Auch wenn STILL PATIENT? wieder öfters auf den deutschen Bühnen zu sehen ist und die Band aus der Pfalz mit 'Shape Shifters' sogar einen noch frischen Longplayer vorweisen kann, so ist es doch nicht als Selbstverständlichkeit vorauszusetzen! Immerhin war das Quartett schon in der Versenkung der Musikbranche verschwunden. Umso dankbarer sollten Freunde des mit Synthies und Samples untermalten Gothic-Rock der einstigen Vorzeigeband des Genres sein, dass sie sich besonnen und nochmal zusammengerauft haben. Denn diese Jungs gehören einfach auf die Bühne! Trotz tollen Tracks wie Seconds Of Fame oder We Come In Peace wollten die Massen natürlich nochmal die Ergüsse der frühen Neunziger hören und wurden durch die sympathischen Musiker nicht enttäuscht. God And Satan oder Anavryn waren natürlich ebenfalls auf der Setlist vorhanden. Zwischenkommentare der mittlerweile unter dem Publikum gemischten Musikern von BURNING GATES konterte Frontmann Andy Koa in welcher Sprache er denn nun zu antworten habe: deutsch, englisch, italienisch … oder gar spanisch? Solche Foppereien zeigten, dass sich in Hilden eine große, schwarze Familie zusammengefunden hatte. Das bemerkte Andy ebenfalls: so viele bekannte Gesichter aus der ganzen Welt auf einen Haufen. Etwas melancholisch wurde es bei der Coverversion Metropolis des im letzten Jahr verstorbenen Norbert Schwefel, doch es hätte ihm bestimmt gefallen, wie hingebungsvoll die Masse samt der Band den Song beherrschte. Gut siebzig Minuten verflogen unfassbar schnell und STILL PATIENT? beglückte mit zwei Zugaben samt dem abschließenden Mascara Osris jeden der anwesenden Fans.

STILL PATIENT?
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)


Manchmal ist einfach der Krux drin. Waren die Veranstalter mit dem Ausfall von ASMODI BIZARR nicht schon genug bestraft und mussten sich um Ersatz mühen, meldete sich die angekündigte und von vielen Fans lang ersehnte britische Band CHILDREN ON STUN sehr kurzfristig krank! Gut, dass in der heutigen Zeit die modernen Medien da doch Handlungsbedarf schneller ermöglicht und so fand sich mit SWEET ERMENGARDE aus dem Ruhrgebiet die wohl zumindest hierzulande derzeit gefragteste Gothic-Rock Band als äußerst würdigen Ersatz. Denn dies versprach auf jeden Fall einen guten musikalischen Abschluss des Gotham Sounds Festival, da beide Longplayer des Quintetts eine zweifellos hohe Qualität aufweisen. Und weil gerade das Zweitwerk alle Nörgler verstummen lassen hatte, wurde mit dessen Opener und Titelgeber Ex Oblivione sowie den Folgesongs Into Oblivion und From Beyond direkt in die Vollen gegangen – wenig Licht und viel Nebel inklusive. So gefällt Goth-Rock – damit wuchsen wir auf. Die Hereinnahme von dem Track Kisses zeigte übrigens die Unterschiede des Wechsels auf der Sänger-Position auf. War der Song unter Kuba Achteliks‘ Stimme sehr voluminös, öffnet er mit Daniel Schweigler am Mikrofon seine dunkle Seite – beides hat ihren eigenen Charme. SWEET ERMENGARDE spielte ihre Setlist professionell herunter. Ehrlich gesagt würde ich mir hier an dieser Stelle etwas mehr Publikumsnähe wünschen, wie es bei allen anderen Bands zuvor der Fall war, aber hey – vielleicht gehört das ja zum Konzept der Jungs. Es würde allerdings ein wenig mehr die Lust und den Willen der Band herüber bringen. Okay, Jammern auf hohem Niveau … das episch zu nennende Necropolitan Rest beendete die Zugabe nach insgesamt sehr guten siebzig Minuten den Auftritt und damit auch den zweiten und letzten Abend des Festivals in der Live-Variante. Ob dies den Tiefflug des Fans in den Merchandising-Stand der Band begründete? Wohl eher, dass leichter Pogo und schwerer Alkohol eine abhebende Wirkung auslösen kann…

SWEET ERMENGARDE
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)

Diesen Konzertbericht ermöglichten:
Monkeypress (schaut euch die tollen Bilder von Michael Nowakowski an) und Gotham Sounds ...
Vielen Dank, ihr Lieben!

Datum: 29./30.04.2016
Ort: Hilden
Location: Area 51
Spieldauer: Japan Suicide 50 min. / Brotherhood 40min. / Aeon Sable 60min. / The Foreign Resort 90min. / Burning Gates 45min. / Terminal Gods 55min. / Still Patient? 75min. / Sweet Ermengarde 70min.

Setlist JAPAN SUICIDE:
01. Circle
02. Blown Away
03. Naked Skin
04. A Mood Apart
05. Nothing
06. The Prisoner
07. 1978
08. Even Blood
09. Death
10. Girl With Curious Hair
11. Tokkotai
12. We Die In Such A Place

Setlist BROTHERHOOD:
01. A Heartbeat Away
02. Abigail
03. The Light
04. Lost
05. Anymore
06. Black Lies
07. Shame
08. So Many Stars

Setlist AEON SABLE:
01. Hypaerion
02. Visions
03. Elysion
04. Garden Of Light
05. Dancefloor Satellite
06. Agnosia
07. Quaalude Tango
08. White Snow
09. Praying Mantis

Setlist THE FOREIGN RESORT:
01. Onto Us
02. Under Bright Neon Stars
03. Suburban Depression
04. New Frontiers
05. Alone
06. Flushed
07. Skyline / Decay
08. Take A Walk
09. The New Blood
10. Dead End Roads
11. Quiet Again
12. Landslide
13. Buried
14. Orange Glow
Zugabe:
15. Torch It
16. Colleen
17. Dark White

Setlist BURNING GATES:
01. Waxfire
02. Grain Of Sand
03. Twilight
04. Shadows Of The Past
05. To The Moon
06. Oblivion Door
07. Dancing In The Mirror
08. The Wait

Setlist TERMINAL GODS:
01. Intro (R.I.P. Tony Benn)
02. Connection & Rupture
03. Road Of The Law
04. Changing The Guard
05. Cold Life
06. Movement
07. Discovery
08. Monolith
09. Persona
10. The Wheels Of Love
11. Godchild
12. Electric Eyes
Zugabe:
13. Lessons In Fire

Setlist STILL PATIENT?:
01. Intro
02. Chameleon
03. Seconds Of Fame
04. All Is Well
05. The Sun
06. Red River
07. Metropolis
08. God And Satan
09. Swallowed
10. Anavryn
11. Devils Bride
Zugabe I:
12. Agoraphobia
13. We Come In Peace
Zugabe II:
14. Mascara Osris

Setlist SWEET ERMENGARDE:
01. Ex Oblivione
02. Into Oblivion
03. From Beyond
04. A Promise To Fulfill
05. For This Moment
06. Tender Russian Roulette
07. Kisses
08. Dreamlands
09. Dead Of Night
Zugabe:
10. Nigredo Clad
11. Necropolitan Rest