Freitag, 30. September 2016

Graues Land: Die Schreie der Toten - Michael Dissieux

Rezension zu 'Graues Land: Die Schreie der Toten' von Michael Dissieux



Erscheinungsjahr: 2012
Format: eBook
Seitenanzahl: ca. 242 Seiten; 1596 kb
Verlag: Luzifer Verlag
ISBN: 978-3-943408-30-0
Preis: 2,99 €


KURZBESCHREIBUNG: 
Nach dem Verlust seiner Freundin Mary Jane, die von den Bestien infiziert wurde und kurz darauf verschwand, hält den dreizehnjährigen Daryll nichts mehr in Devon. Auf seiner Reise trifft er auf den ehemaligen Ladenbesitzer Mr. Murphy und die junge Demi Jennings, Enkelin von Harvey Jennings, welche aus dem Angriff der wolfsähnlichen Kreaturen auf das Jennings-Haus entkommen konnten. Kurz darauf trifft Wulf auf sie; ein Motorradfahrer, der nach dem Tod seiner Familie seine Vergangenheit hinter sich gelassen hat und nun versuchen will, sich zur Militärbasis in Stonington durch zuschlagen. Die Vierergruppe beschließt dies gemeinsam durch zuziehen und reisen durch die graue Welt auf der Flucht vor den Kreaturen, welche überall lauern. Doch bietet Stonington wirklich den erhofften Schutz für die Reisenden oder ist es mittlerweile gar eine Falle der Wolfs-Monster?

KOMMENTAR:
Der Folgeroman des ersten Teils 'Graues Land' ist im Gegensatz zu diesem auf jeden Fall mit viel mehr Aktionismus gefüllt, das kann man vorneweg schon einmal sagen. Der Autor Michael Dissieux beschreibt in 'Graues Land: Die Schreie der Toten' den beschwerlichen Weg der kleinen Gruppe durch die Endzeit-Welt, in der niemand weiß, ob es noch ein Morgen gibt. Ein wenig gibt Dissieux hierbei auch von den Ursachen der Situation auf der Erde preis, lässt dafür aber den Leser lange zappeln, bis er genaue Erkenntnisse über die Geschehnisse der letzten Seiten des ersten Bandes offenbart. So wird bis dahin ein spannender, teils melancholischer Reisebericht vorgelegt, der den Leser ein manches Mal um die vier Überlebenden zittern lässt. Man weiß einfach nicht, was dieser Kollaps der Welt noch schreckliches für die Protagonisten bereit hält. Ohne zuviel zu verraten glaubt man gegen Ende, dass Darryl und seine Begleiter etwas Glück gefunden zu haben, wird aber vom Autor komplett auf den falschen Fuß erwischt. Eine rundum gelungene Fortsetzung, nach dessen Verschlingen dem Bücherwurm nur eines bleibt: sich den dritten Band der Trilogie zu schnappen!
8,5 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN: 
- zweiter Teil der 'Graues Land'-Trilogie
- Autorenporträt
- Verlagporträt