Donnerstag, 2. März 2017

Für eine Handvoll Dollar

Sehenswertes aus Kino und TV ...


Für eine Handvoll Dollar

Kurzbeschreibung:
Zwei Familien: auf der einen Seite die Baxters und auf der anderen Seite die Rojos. So ist das Szenario als der namenlose Fremde in dem kleinen Ort San Miguel an der Grenze zu Texas kommt. Er erkennt, dass er zwischen dem Waffenschmuggel der Baxters und dem Alkoholhandel der Rojos Kapital schlagen kann und verbündet sich erstmal mit den scheinbar gefährlicheren Rojos. Doch wie auch die konkurrierende Familie plant diese mexikanische Familie unter der Führung von dem Meisterschützen Ramon ihr eigenes Ding. Der unbekannte Fremde, der sich 'Joe' nennt, muss höllisch aufpassen, dass er nicht in die Mahlsteine dieser Fehde gelangt, um seinen eigenen Profit aus der Rivalität zu ziehen. Da kommt eine Armeestreife durch den Ort, eine geheimnisvolle Kutsche bewachend. Am nächsten Tag wird diese überfallen und alle Soldaten getötet. Kann sich 'Joe' diese Ereignisse zum Vorteil machen?

Kommentar:
Diese eigentlich schlichte Handlung, welche mit sehr wenig Budget zu diesem Film produziert wurde, ist heute ein Kult-Film. Der italienische Regisseur Sergio Leone erweckte mit 'Für eine Handvoll Dollar' das im Kino langsam sterbende Genre Western zu neuem Leben und schuf den heute genannte Italo- oder Spaghetti-Western. Die Zutaten waren vielfältig. Beginnend mit einer sehr einprägsamen Filmmusik, einem Vorspann, der eines Edgar Wallace würdig wäre, mit Clint Eastwood einem markanten und charismatischen Schauspieler und jeder Menge ungewohnter Filmaufnahmen. Und das alles aus Low-Budget; B-Movie sozusagen. Der Erfolg zeigte aber, dass Leone alles richtig gemacht hatte. Die recht einfach gestrickte Story werden durch die Charaktere und ihren derben Sprüchen sowie teils heftigen Kampfszenen wie Duellen aufgebrezelt. Das gesamte Werk kommt so ziemlich kurzweilig rüber und bleibt durch seine Einfachheit im Kopf hängen. Der Regisseur konnte mit Marianne Koch als 'Marisol' eine talentierte und hübsche Frau in die Handlung einbauen, was damals irgendwie zum guten Ton gehörte. Für einen klassischen Western erschien das Ganze fast schon überzogen, aber genau darin liegt der Reiz. Und da Eastwood für mich in der Jugend einer der größten Schauspieler überhaupt war, finde ich gerade die Dollar-Trilogie, wovon dieser Film den ersten Teil darstellt, besonders kultig. Seine Anti-Helden-Attitüde machen den ungeschliffenen Mann einfach sympathisch. Auf jeden Fall ein Film, den man immer wieder gerne sieht und in Erinnerungen schwelgen kann...

Film-Infos:
Originaltitel: Per un pugno di dollari
Veröffentlichungsjahr: 1964
Produktionsland: Italien
Produktionsgesellschaft: Constantin Film
Länge: 96 min.
Altersfreigabe: FSK 16

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