Samstag, 4. März 2017

Six Nations 2017 Week 3


3. Spieltag 2017




Schottland - Wales 29:13 

Die Teams von Schottland und Wales gingen beide mit einem Sieg und einer Niederlage in die Partie. Ein siegloses Spiel konnten sich also beide Teams nicht leisten. So war die Begegnung im Murrayfield Stadium hart umkämpft. Schottland zeigte sich zuhause direkt von seiner aggressiven Seite und konnte in der 7. Minute einen Straftritt erarbeiten, den #10 Finn Russell verwandelte. Allerdings egalisierte sein Gegenüber #15 Leigh Halfpenny diesen nur fünf Minuten später zum 3: 3. Die Gäste waren damit auch im Spiel angekommen und nach vielen Tacklings auf beiden Seiten fand #11 Liam Williams in der 24. Minute auf der linken Seite nach einem Gedränge eine Lücke, die er ausnutzte und in das Malfeld eindrang. Halfpenny markierte das 10: 3. Ein hohes Tackling brachte fünf Minuten später den nächsten Straftritt für die Schotten, den Russell sicher in drei Punkte ummünzte. Aber auch dieses Mal konnte Halfpenny nur drei Minuten später ebenfalls einen Straftritt verwandeln. Zwei Minuten vor der Pause hatte er die nächste Gelegenheit, doch diesen Schuss verzog der Kicker komplett. Dafür holte Russell in der Nachspielzeit nochmals drei Punkte, was den Pausenstand von 9:13 ergab. Das Heimteam hatte eine Formel für die zweite Hälfte gefunden: sie blieben einfach stetig im Ballbesitz und nach einem schnellen Angriff huschte #14 Tommy Seymour in der 44. Minute an der rechten Seitenlinie entlang und markierte den ersten Versuch für Schottland. Russell blieb bei der Erhöhung fehlerlos. Dies bewahrte er auch nach seinem Straftritt in der 55. Minute zum 19:13. Nun endlich spielten die Waliser wieder mit, allerdings konnten sie ihre guten Angriffe nicht in Punkte ummünzen. Die Schotten hingegen verstanden sich besser darauf und als sie in der 67. Minute einen weiteren schnellen Angriff starteten und Russell weit nach links außen auf #15 Stewart Hogg passte, pitchte dieser wohlwissend, dass am Außenrand noch #11 Tim Visser lauerte, den Ball direkt weiter. Visser reagierte wie angedacht, nahm den Ball in vollem Lauf auf und war nicht mehr aufzuhalten. Die Erhöhung von Russell machte die Niederlage der Waliser so ziemlich klar und sein Straftritt sieben Minuten vor dem Ende bestätigte dies nur. Schottland schlägt nach vielen Jahren die Waliser mit 29:13 und haben im nächsten Spiel gegen die Engländer die Chance auf die 'Triple Crown'; den Sieg gegen die drei gegnerischen 'Home Nations' des Rugby...





Irland - Frankreich 19: 9

Eigentlich galten die Franzosen als auswärts-schwach, doch in Dublin brachten sie das Heimteam ganz schön ins Schwitzen. Allerdings konnten sie aus ihrer starken Phase nur zwei Straftritte herausholen, welche #10 Camille Lopez in der 12. und 19. Minute sicher verwandelte. Dann erst traten die Iren gewohnt auf den Plan und erarbeiteten Meter um Meter. Nach einem Gedränge innerhalb der gegnerischen 22 überbrückte schließlich #9 Conor Murray den letzten Meter und #12 Jonathan Sexton erhöhte zum 7: 6, was dann auch schon der Halbzeitstand in der schnellen Partie war. Den Großteil der zweiten Hälfte war die Begegnung hart umkämpft, beide Mannschaften suchten ihr Glück im territorialen Vorteil. Nutznießer war Sexton, der in der 45. und 54. Minute die Undiszipliniertheit der Franzosen bestrafte und zwischendurch in der 50. Minute noch per Drop Goal seine Klasse unter Beweis stellte. Mit 16: 6 waren die Iren nun etwas davon geeilt und erst sechs Minuten vor dem Ende konnte Lopez nochmals per Straftritt für französische Punkte sorgen. Allerdings egalisierte diese der eingewechselte #22 Paddy Jackson nur zwei Minuten später. Irland gewann ein schweres Spiel mit 19: 9...




England - Italien 36:15

Eigentlich stellte sich bei der Begegnung zwischen England und Italien nur die Frage, ob das Heimteam in Twickenham auch den Bonuspunkt für vier Versuche einfahren würde. Allerdings waren es die Südeuropäer, die in den ersten zwanzig Minuten Chancen auf Punkte hatten. #10 Tommaso Allan verschoss allerdings die beiden Straftritte in der 5. und 19. Minute. England tat sich regelrecht schwer im eigenen Stadion, aber als sie dann in der 24. Minute aber in der gegnerischen 22 waren, konnte #3 Dan Cole nach einem wuchtigen Paket den Ball im Malfeld ablegen. #12 Owen Farrell verzog jedoch die Erhöhung. So kam Italien mit dem nächsten Straftritt auf 3: 5 heran und Allan hatte bei auslaufender Spielzeit sogar die Chance auf die Halbzeitführung. Der Ball prallte aber gegen die Torstange und in das Feld zurück. #11 Giovanbattista Venditti war geistesgegenwärtig, fing den Ball und tankte sich in das Malfeld. Allen markierte den total überraschenden Halbzeitstand von 10: 5 für die Gäste. Die Standpauke von Coach Eddie Jones muss aber sehr effektiv gewesen sein; das Heimteam drehte das Spiel innerhalb von vier Minuten. Erst war es #9 Danny Care, der in der 44. Minute bei einer Strafe innerhalb der gegnerischen 22 schnell ausführte und im Slalom durch die Abwehr ins Malfeld sprintete. Auch diese Erhöhung verzog Farrell, aber ein schneller Konter nur drei Minuten später brachte den Ball schließlich linksaußen auf #11 Elliot Daly, der in das Malfeld tauchte. Farrell markierte das 17:10. Italien gab sich aber nicht geschlagen und mit einer tollen Einzelaktion von #13 Michele Campagnaro, der sich durch die Abwehr der Engländer tanzte, konnte dieser per Versuch den Anschluss holen. Da Allen sich zwischenzeitlich verletzt hatte, übernahm #15 Edoardo Padovani die Erhöhung, verfehlte das Ziel aber weit. Mit dem leichten Regen begann auch das leichte Übergewicht für England. Zwar verschoss Farrell in der 66. Minute noch einen Straftritt, doch das Heimteam spielte mit den eingewechselten Spielern nun sehr schnell nach vorne und in der 70. Minute konnte #23 Jack Nowell dann in das Malfeld gelangen. Auch diese Erhöhung konnte Farrell nicht verwandeln. Der Doppelschlag war aber zwei Minuten später perfekt, als der eingewechselte #18 Kyle Sinclair durch die Abwehr brach und schließlich #13 Ben Te'o den Versuch legte. Die schwerste aller Erhöhungen konnte Farrell dann zum 29:15 verwandeln. In der letzten Minute war es nochmals der noch frische Nowell, der nach einem weiteren geschwinden Angriff das Malfeld erreichte und Farrell beendete mit der Erhöhung zum 36:15 einen hart erkämpften Sieg gegen tapfere Italiener...


Tabelle: 

1. England    (+ 29) 13
2. Irland     (+ 58) 10
3. Schottland (+ 15)  9
4. Wales      (+  5)  5
5. Frankreich (-  7)  5
6. Italien    (-100)  0


Tommy Seymour konnte nicht gestoppt werden...
(photo:scottishrugby.org)