Die Schweizer Dark-Waver von THE BEAUTY OF GEMINA hatten nochmal eine kleine Tour herausgehauen; immerhin gibt es das mittlerweile 15 jährige Bestehen zu feiern. Da mir über all die Jahre die Konzerte der Band sehr positiv in Erinnerung geblieben sind, wollte ich die Chance nutzen und die 'Veil Of Rain' genannte Tour zu besuchen. So ging es nach Oberhausen in den kultigen 'Kulttempel'.
Da sich in der Location im Anschluss noch eine Achtziger Party angekündigt hatte, gab es keine Vorband und das Quartett begann recht früh mit ihrem Set. Vielleicht wegen der aufwendigeren Arbeit am Schlagzeug war Mac Vinzens nur mit einem schwarzen T-Shirt bekleidet; während die restlichen Musiker in einem schwarzen Anzug den Abend musikalisch starteten. Mit Nevertime wurde auch direkt für die passende Stimmung gesorgt, die mit der zumeist in bau und rot beleuchteten, leicht nebelbehangenen Bühne sehr gut harmonierte. Das eher ältere Publikum genoss im Anschluss Songs wie Naked oder Crossroads und konnten sich ebenfalls an jüngeren Liedern des letzten Albums 'Songs Of Homecoming' wie zum Beispiel Veil Of Rain erfreuen. Ganz so tot ist Gothic-Rock und Dark Wave doch noch nicht. Sänger Michael Sele blickte zwischen den Songs immer wieder mal auf die so schnell vergangenen Jahre als Band THE BEAUTY OF GEMINA zurück und hatte einige interessante wie lustige Anekdoten parat. Neben dem zweiten Gründungsmitglied Mac konnten das Keyboarder Daniel Manhart und Bassist Andi Zuber nur bestätigen. Natürlich ging der große Dank an die Fans, ohne die das alles gar nicht möglich gewesen wäre. Musikalisch unterstrichen Haddon Hall oder Kings Men Come die verstrichenen Jahre mit einer gewagten Prise Melancholie. Andererseits sind Lieder wie Endless Ever oder Last Night Home einfach zeitlos und können auch ein jüngeres Publikum ansprechen; meine achtzehnjährige Tochter zum Beispiel war sehr angetan. Nach dem elektronisch geprägten The Lonesome Death Of A Goth DJ folgte mit Rumours das rockige und wohl bekannteste Lied der Schweizer und war gleichzeitig als Abgang anzusehen; denn das Set war damit schon vorbei!
photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com
Natürlich hatte das Quartett auch eine Zugabe parat - um genau zu sein sogar zwei. Richtig stark starteten sie diese mit einem sehr überzeugendem Nine While Nine - Cover von THE SISTERS OF MERCY und ließ ein sehr einfühlsames Wonders folgen. Danach verließen die Herrschaften nochmals die Bühne, nur um bald darauf nochmals zu erscheinen. Die letzten beiden Songs bildeten Dreams Of The Vagabonds sowie Countless (There's No Hope) aus dem letzten Album und füllten die Atmosphäre des 'Kulttempels' nochmals emotional. Die nicht ganz zwei Stunden mit THE BEAUTY OF GEMINA zeigten deutlich auf, wie schön die Musik aus dem Alltag holen und dich beflügeln kann. An diesem Abend auf jeden Fall...
Datum: 07.03.2026
Ort: Oberhausen
Location: Kulttempel
Spieldauer: ca. 115 min.
Setlist:
01. Nevertime
02. End
03. Naked
04. Crossroads
05. Haddon Hall
04. Crossroads
05. Haddon Hall
06. Veil Of Rain
07. Kings Men Come
08. Friends Of Mine
07. Kings Men Come
08. Friends Of Mine
09. One Step To Heaven
10. Stairs
11. Running So Far
12. Whispers Of The Season
13. Endless Ever
14. Last Night Home
15. Suicide Landscape
16. The Lonesome Death Of A Goth DJ
17. Rumours
Zugabe I:
18. Nine While Nine
19. Wonders
Zugabe II:
20. Dreams Of The Vagabonds
21. Countless (There's No Home)



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