Mittwoch, 8. April 2026

Die Brut - James Herbert

  Rezension zu 'Die Brut' von James Herbert



Erscheinungsjahr: 1989 (Original: 1979)
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 320
Verlag: Heyne
ISBN-13: 3-453-02923-2
Preis: 7,80 DM (vergriffen)


KURZBESCHREIBUNG: 
Fünf Jahre sind seit dem großen Ausbruch der schwarzen Ratte in London vergangen und die Industrie zur Ungezieferbekämpfung läuft auf Hochtouren, da nicht mal die Politik nochmals eine solche Katastrophe erleben möchte. Groß im Geschäft ist RATKILL, ein Unternehmen, dass nach den Geschehnissen die besten Wissenschaftler engagierte und mit der Regierung sinnvolle Verträge abschloss. Einer der Rattenjäger des Unternehmens, also ein Mann, der dort eingesetzt wird, wo offiziell Vorfälle gemeldet werden, ist Lucas Pender, der zum Epping Forest ausgesandt wird, da dort wohl übergroße Ratten gesichtet wurden. Gemeinsam mit der Lehrperson Jenny Hanmer macht sich der Experte auf die Suche und findet tatsächlich Anzeichen, welche für die schwarze Ratte sprechen. Allerdings kommt er mit einer Evakuierung des riesigen Waldareals nicht durch, da die Betreiber des Epping Forest gerade mit Fördergeldern rechnen und niemanden abschrecken wollen. Erst als es zu spät ist, wollen die zuständigen Behörden reagieren. Der Angriff der Ratten hat jedoch begonnen und bringt den Menschen den Tod!

KOMMENTAR:
Der britische Autor James Herbert kehrt mit dem Roman 'Die Brut' zu seinem Debütroman 'Die Ratten' von 1974 zurück, beziehungsweise nimmt den Handlungsstrang dessen neu auf. Denn tatsächlich haben sich einige der schwarzen Ratten aus dem Chaos von London retten und zurückziehen können, um unbemerkt eine neue Population heranwachsen zu lassen. Schlicht gestrickt scheint das Ganze also - was es letzten Endes auch ist. Horror-Romane mit Tieren - dazu der eh Unbehagen einflößenden Ratte waren nun Ende der Siebziger sehr gefragt und so war die Fortsetzung des erfolgreichen Erstling eine logische Konsequenz; die sich heute zwar noch interessant liest, aber das gesamte Szenario nicht gerade bereichert. Es erinnert an diese vielen 'Teil 2' Filme, die zumeist nur ein Abklatsch des Vorgängers waren. Manche Kapitel wirken gerade komplett überflüssig und bringen die Handlung gar nicht weiter; sollen wohl schlicht die Gefährlichkeit und Gerissenheit der Ratten aufzeigen, was man sich aber auch schon zuvor gedacht hatte. Mit dem Rattenjäger Lucas Pender hat Herbert zwar eine feine Charaktere geschaffen, die nicht den aalglatten Helden darstellt, doch ansonsten reißen die knapp über dreihundert Seiten nicht viel heraus. Gut ist allerdings, dass die Schreibe des Autors flüssig und leicht angelegt ist und man so auch recht schnell durch die Seiten kommt. Ein Buch für Fans von James Herbert und Freunde von Ratten-Romanen machen hier auch nichts falsch, ansonsten aber Stoff, den man schnell wieder vergisst. Interessanterweise lässt der Epilog doch tatsächlich noch eine Fortsetzung für möglich halten und mit einem Rückblick auf die Bibliographie des Autors weiß man auch, dass dies Mitte der Achtziger tatsächlich umgesetzt wurde. Doch dazu mehr an gegebener Stelle...
 6,5 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN: 
- zweiter Roman des 'Ratten-Zyklus'

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