Montag, 18. Juni 2018

New Waves Day II - 26.05.2018, Oberhausen


Nach dem Erfolg der letztjährigen New Waves Day, welcher mit seinem Konzept die gefragten Bands der Achtziger und Neunziger zu einem Paket zu schnüren, genau die Bedürfnisse der Fans getroffen zu haben schien, war es schnell klar, dass es auch in 2018 einen New Waves Day geben wird. Dieser wurde am 26.05. in der selben Lokalität des Vorjahres abgehalten; der Turbinenhalle in Oberhausen. Und die Macher des Events hatten wieder ein feines Bündel geschnürt und mit HOLYGRAM einen spannenden Neuling, einen Wiederholungstäter mit THE CHAMELEONS VOX und als Headliner mit FIELDS OF THE NEPHILIM eine der markantesten Bands der Achtziger ein feines Händchen bewiesen. Doch der Reihe nach…

Mit HOLYGRAM wurde der wohl derzeit am meisten be- wie geachtetste Jungspund in der schwarzen Szene engagiert. Deren selbstbetitelte E.P. schoss regelrecht durch die Decke und so war es keine Überraschung, dass die 'Turbinenhalle' auch am frühen Nachmittag schon sehr gut gefüllt war. Und es lohnte die zeitige Anreise. HOLYGRAM füllten ihre halbe Stunde exquisit mit wunderbaren Songs wie Hideaway oder Still There. Ich habe die Band nun schon einige Mal auf Live sehen dürfen und muss sagen, dass sie auf der Bühne sehr gereift sind. Mit einem sehr nachhaltigem She’s Like The Sun verabschiedeten sich die Rheinländer fast schon viel zu früh und zeigten echt auf, dass sie auf dem Level der alten Hasen, die da nun noch kommen mochten, mitspielen können!

HOLYGRAM
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)


Themenwechsel – als zweite Band des diesjährigen New Waves Day trat DER FLUCH auf die Bühne – das Quartett ist ein äußerst lebendiges Nebenprojekt der Punkband OHL, wobei DER FLUCH hauptsächlich textlich in düstere Gefilde abdriftet. Das wird auch mit Liedern wie Herr der Fliegen oder Die Nacht der Toten niemand abstreiten können. Musikalisch hingegen gab es ein rotziges Brett Punkrock. Bis auf Drummer Kalashnikov mit Sonnenbrillen bestückt nutzten die vier schwarz-gekleideten Burschen ihre halbe Stunde gnadenlos aus und gaben vieles an Energie herüber. Den eh schon seit dem Opener Ich bin der Fluch hin und her tigernde Sänger Deutscher W hielt es dann beim abschließenden Halb Mensch Halb Tier auch nicht mehr auf der Bühne und preschte durch das zahlreiche und begeisterte Publikum. Es bleibt stetig zu sagen: Punks Not Dead … und DER FLUCH auch noch lange nicht!

DER FLUCH
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)


Der europäischen Gothic-Szene wird wohl die niederländische Band CLAN OF XYMOX als eine der beständigsten Erscheinung geläufig sein. Die Gruppe um Sänger und Gitarrist Ronny Moorings, welche sich über die letzten Jahre gewohnt als Quintett ohne Drums präsentierte, bezauberte auch direkt nach dem Intro, in welchem sich Ronny geehrt äußerte, an diesem Tag auf der Bühne zu sein, mit Songs wie Obsession oder einem der Klassiker Louise. Der Sänger vermutete schon, dass die meisten Fans wohl lieber etwas reifere Songs von CLAN OF XYMOX hören mochten. So gab es auch liebevoll dargebotene Songs wie Jasmine And Rose und natürlich der Alltime-Favorite A Day. Ich persönlich fand die nahezu durchweg eher dunkle Beleuchtung an diesem Tage bei den Niederländern übrigens am besten inszeniert. Die Elektro-Gothic-Rocker ließen es sich nicht nehmen, mit Your Kiss einen aktuellen Titel als Abschluss zu spielen und bewiesen damit, dass der Sound der Band zeitlos ist und wirklich auf dieses Tages-Festival gehörte wie eine schwarze Rose auf das Grab.

CLAN OF XYMOX
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)


TRISOMIE 21 - der Name war schon in den Achtzigern ziemlich abschreckend und hinterlässt bestimmt nicht nur bei mir immer noch ein Schaudern – die Musik hingegen ist wirklich wunderbar zeitloser Elektro-Wave, den die drei Akteure dann auch mit Gesang, Bass und Gitarre auf die Bühne der 'Turbinenhalle' zauberten; unterstützt von einem Pult mit Synthies und Notebooks. Und wenn man den hymnen-artigen Liedern wie Glistering Like God, The Camp oder auch dem instrumental-minimalistischen La Fete Triste lauschte, war den Zuschauern schnell klar, dass TRISOMIE 21 eigentlich auf jeder Szene-Party oder in den jeweiligen Tanzschuppen immer zugegen sind. Manchmal einfach unterbewertet, zeigte das Trio in Oberhausen, dass sie auch eine anschauungswürdige Live-Band sind und darauf hatten sich nicht wenige angereiste Fans gefreut. So wurden die Tracks innerhalb der vierzig Minuten bis hin zu dem aufregenden The Last Song abgefeiert. Beeindruckender Auftritt der Franzosen, den man nicht verpasst haben sollte!


Mit THE YOUNG GODS kam nun erneut ein Trio auf die Bühne, welches zwar keine französischen Wurzeln hatten und eigentlich aus Freiburg stammen, doch da Sänger Franz Treichler in Lausanne seine Liebe zur Musik entdeckte, schlug sich das auf die Band nieder. Somit hatte der sehr stark industriale Sound von THE YOUNG GODS besonders bei unseren Landes-Nachbarn großen Erfolg. Aber auch in Deutschland gibt es immer noch eine starke Fan-Base und somit war die 'Turbinenhalle' bei den ersten Tönen des faszinierenden Openers La Fille De La Mort schon wieder kräftig gefüllt. Nicht zu Unrecht besitzt das Trio und ihre Musik Kultstatus, was sie mit Liedern wie dem wuchtigen Skinflowers oder dem stakkato-artigen Schlagzeug-Angriff von Envoye deutlich aufzeigten und die Menge in der mittlerweile recht warmen Halle begeisterten. Und das muss man erstmal mit nur Drums, Keyboards und einem Sänger hinbekommen. Ob nun das düstere L’eau Rouge oder dem klassisch für das Soundgebilde der Band mit massig Samples unterlegtem Kissing The Sun – die dreiviertel Stunde von THE YOUNG GODS wird allen Anwesenden in langer Erinnerung bleiben.


Dass es auf dem erst zweiten New Waves Day schon einen Wiederholungstäter gab, hatten bestimmt nicht viele vermutet – wenn auch aufgrund der Qualität der ersten Auflage gegebenenfalls erhofft. Die Wahl fiel auf CHAMELEONS VOX, welche dem Ruf auch sehr gerne gefolgt waren. Und ich denke, dass dies ein guter Griff war. Mit jede Menge Spielfreude und einer etwas gewandelten Setlist bewiesen die Jungs aus Manchester, das sie in Sachen Wave-Rock auf der Bühne schlicht die Referenzklasse darstellen. Beginnend bei dem flotten A Person Isn’t Safe Anywhere These Days zogen die Mannen um Mastermind Mark Burgess alle Register und präsentierten mit Liedern wie der Hymne Monkeyland, dem rockigen Perfume Garden oder dem einfühlsamen Less Than Human einen Klassiker nach dem anderen. Unglaublich spielfreudig und fordernd ging das Quartett auf der Bühne zu Werke und spätestens als die Halle bei Second Skin lauthals mitsang, war allen Beteiligten klar: CHAMELEONS VOX kann eigentlich auch jedes Jahr auf dem New Waves Day auftreten. Mit einem eher selten gespielten Nostalgia verabschiedeten sich die Briten nach einer Stunde, die sich wie gerade eine halbe angefühlt hatte. Mehr davon…

THE CHAMELEONS VOX
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)


Die wirklich alten Herren des Abends in Oberhausen waren wohl die ehemaligen britischen Punkrocker THE DAMNED gewesen. Das sollte aber bei weitem nichts heißen, von Alterserscheinungen jeglicher Art keine Spur. Mit Elan ging das Quintett startend mit Streets Of Dreams zur Sache und jagten regelrecht durch die siebzig Minuten, die ihnen zu Verfügung standen. Ob nun die Smasher Standing On The Edge Of Tomorrow, I Just Can’t Be Happy Today oder der überzeugenden Coverversion von Barry Ryans Eloise, jeder Song war einem Highlight des Auftritts von THE DAMNED nahe. Ich denke, jeder wird hier bei der voluminösen Trackauswahl seinen Favoriten ausgemacht haben, ich möchte hier Dr. Jeckyll And Mr. Hyde nennen; seit Jahrzehnten mein Lieblingssong der Band – trotz vieler toller Juwelen. Die Herren mochten selber auch irgendwie kein Ende finden und legten nach dem flotten Neat Neat Neat noch ein kräftiges Smash It Up hinterher. Alte Herren – diese Worte finden durch THE DAMNED eine neue Bedeutung, die sich bestimmt viele männliche Zuschauer zu Herzen genommen haben.


Ich könnte jetzt wahnsinnig ausholen und erläutern, wie wichtig doch THE FIELDS OF THE NEPHILIM für die gesamte Gothic-Rock-Szene gewesen war. Das lasse ich nun aber, sondern zeige lieber auf, wie wichtig sie eigentlich noch sind. Ich bin mir schon ziemlich sicher, dass sich niemand, der nach Oberhausen angereist war, diese Ausnahmeerscheinung an Band entgehen lassen wollte! Und so konnte man sich direkt um mindestens fünfundzwanzig Jahre zurückversetzt fühlen, als der dichte Nebel aufkam und das Quintett auf der Bühne Platz nahm. Damit begann die Reise von THE FIELDS OF THE NEPHILIM. Dead But Dreaming läutete eine Aufreihung von Highlights des Gothic Rock aus, die Sänger Carl McCoy mit seinen Musikern irgendwo in dem Nebel und dem grünen Licht, was gelegentlich in Dunkelblau, Lila oder Rot variierte, sehr beeindruckend vortrug. Ob nun Love Under Will oder das wohl bekannteste Stück Moonchild; die Meute vor der Bühne war gefangen von der Performance. Selbst das junge und metallische Werk Prophecy überzeugte in der Darbietung, welche mit einer Zugabe von dem wohl von allen erwarteten Last Exit For The Lost nicht nur ein faszinierendes Konzert sondern einen wunderbaren Tag beendete. Hail To THE FIELDS OF THE NEPHILIM!

THE FIELDS OF THE NEPHILIM
(photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com)


So ganz zu Ende war der Abend jedoch nicht; mit DJ Tuxedomoon, DJ Georg und DJ Zöller waren gleich drei Jockey-Inkarnationen am Werk, um die Gemeinde auf der After-Show-Party noch bis in die tiefe Nacht zappeln zu lassen. Viele werden sich aber erstmal den Getränke- und Essenständen zugewandt haben, denn durch das straffe Programm des Tages wurde es womöglich vielermaßen versäumt. Das wäre das einzige Manko des Festivals – ein Luxusproblem bei so einer hohen Qualität an Bands. Da musste Essen und Trinken sowie gepflegte Konversation mit den vielen wunderbaren Menschen, welche die Turbinenhalle besucht hatten, auch mal beiseitegeschoben werden, wenn man nicht verzichten wollte. Empfehlenswert war ein gesunder Mix! Denn wer weiß, welche Band im nächsten Jahr wieder auf den New Waves Day zurückkommt. Dass es eine dritte Auflage gibt, ist hoffentlich wohl selbstverständlich und ausdrücklich zu bejahen!

Diesen Konzertbericht ermöglichten:
Monkeypress und Headline Concerts ...
Vielen Dank, ihr Lieben!

Datum: 26.05.2018
Ort: Oberhausen
Location: Turbinenhalle
Spieldauer: Holygram 30 min. / Der Fluch 30min. / Clan Of Xymox 40min. / Trisomie 21 40min. / The Young Gods 45min. / The Chameleons Vox 50min. / The Damned 70min. / The Fields Of The Nephilim 70min.

Setlist HOLYGRAM:
01. Hideaway
02. Daria
03. Signals
04. Still There
05. Distant Light
06. She’s Like The Sun


Setlist DER FLUCH:
01. Ich bin der Fluch
02. Hexen leben länger
03. Betet für uns
04. Fürsten der Nacht
05. Herr der Fliegen
06. Das Grauen geht um heut Nacht
07. Die Nacht der Toten
08. Rattengift
09. Halb Mensch Halb Tier

Setlist CLAN OF XYMOX:
01. Intro
02. Obsession
03. Louise
04. Loneliness
05. Emily
06. Jasmine And Rose
07. A Day
08. Your Kiss

Setlist TRISOMIE 21:
01. Where Men Sit
02. Waiting For
03. The Camp
04. Hear Me Now
05. Glistering Like God
06. Le Fete Triste
07. Tender Now
08. The Last Song

Setlist THE YOUNG GODS:
01. La Fille De La Mort
02. The Irrtum Boys
03. Skinflowers
04. Criez Les Chiens
05. L’eau Rouge
06. Envoyé
07. The Night Dance
08. Kissing The Sun
09. L‘amourir

Setlist CHAMELEONS VOX:
01. A Person Isn’t Safe Anywhere These Days
02. Monkeyland
03. Perfume Garden
04. Less Than Human
05. Swamp Thing
06. Soul In Isolation
07. Second Skin
08. Singing Rule Britannia
09. Nostalgia

Setlist THE DAMNED:
01. Street Of Dreams
02. Wait For The Blackout
03. Plan 9 Channel 7
04. Standing On The Edge Of Tomorrow
05. Love Song
06. Machine Gun Etiquette
07. I Just Can’t Be Happy Today
08. New Rose
09. Eloise
10. Dr. Jekyll And Mr. Hyde
11. Ignite
12. The History Of The World (Part 1)

13. Neat Neat Neat
Zugabe:
14. Smash It Up

Setlist FIELDS OF THE NEPHILIM:
01. Dead But Dreaming
02. Dawnrazor
03. Endemoniada
04. Love Under Will
05. Moonchild
06. Prophecy
07. At The Gates Of Silent Memory
08. Psychonaut
09. Mourning Sun

Zugabe:
10. Last Exit For The Lost

Montag, 11. Juni 2018

Scotland Rugby Union Summer Tests 2018 Game 1


Kanada - Schottland 10:48

Die diesjährigen 'Summer Tests' führten die schottische Nationalmannschaft noch einmal nach Amerika. Der erste Gegner waren die Kanadier, welche leider nicht die Qualifikation für den Rugby World Cup 2019 erreichten, mussten sie sich der USA geschlagen geben.Somit galt dieser Test als Weiterentwicklung für die Zukunft. Schottland hatte erneut viele junge Spieler im Kader, um diesen mehr Tiefe zu verleihen. Und die Gäste aus Europa machten sofort Druck. #Sam Hidalgo-Clyne erzielte in der 4. Minute nach Abseitsspiel per Straftritt die ersten Punkte. Schottland drückte weiter auf die Tube und nach einigen Phasen ging der Ball weit raus nach links, wo #11 Byron McGuigan ungedeckt stand und den ersten Versuch legte. Die Erhöung von Hidalgo-Clyne ging jedoch neben die Stangen. Das Heimteam tat sich schwer und hatte nur seltene Möglichkeiten auf Punkte. Immerhin erzielte #10 Shane O'Leary die ersten Punkte für seine Farben in der 14. Minute. Schottland experimentierte ein wenig herum, um die Schwächen der Gegner auszumachen - auch in der Überzahl ab der 17. Minute, als #1 Noah Barker einen Gegner ohne Ball attackierte. So nutzten sie dann in der 34. Minute die Erkenntnisse. Nach einer Gasse schoben die Schotten ein starkes Paket nahe an das Malfeld; Hidalgo-Clyne warf den Ball zu #10 Ruaridh Jackson, welcher den Versuch legte, nachdem er Minuten zuvor schon einen Versuch gelegt zu haben glaubte, welcher aber nicht zählte. Hidalgo-Clyne markierte das 15: 3 und damit auch den Pausenstand. Im zweiten Abschnitt nutzten die Schotten direkt den erkannten Vorteil. Man ging auf die Gasse innerhalb der 22 und schob dann das Paket mächtig an. Der eingewechselte #16 George Turner legte dann den Ball zu Versuch ab und Hidalgo-Clyne erhöhte zum 22: 3. Ein wenig Freude gab es für die fast 13.000 kanadischen Fans in der 47. Minute, als Jackson irregulär den gegnerischen Angriff kurz vor dem Malfeld stoppte, die gelbe Karte sah und der Schiedsrichter dem Heimteam einen Straf-Versuch zusprach. O'Leary erhöhte diesen auf 10:22. Die Nordeuropäer zeigten in der Unterzahl aber Courage und legten in der 55. Minute durch #6 Magnus Bradbury den nächsten Versuch. #15 Blair Kinghorn übernahm nun die Kicks und erhöhte erfolgreich. In der 68. wie 72. Minute das selbe Bild: Gasse für Schottland innerhalb der gegnerischen 22, ein unaufhaltsames Paket und Versuch durch Turner, der somit insgesamt drei Versuche für seine Farben erzielte. Zwar ging Kinghorns Erhöhung beim ersten Versuch daneben, doch mit 41:10 gab es lange kein Zweifel mehr am Ausgang des Spiels. In der vorletzten Spielminute brach #19 Lewis Carmichael dann durch die Abwehr und kam unaufhaltsam über 25 Meter zum abschließenden Versuch. Kinghorns Erhöhung beendete mit dem 48:10 die Punkteausbeute und macht die Gäste klar zum Sieger im Commonwealth Stadium zu Edmonton...

Byron McGuigan eröffnete die Versuch-Sammlung der Schotten...
(photo: © scottishrugby.org)


Knapp 13.000 Menschen folgten dem Ruf nach...
(photo: © rugby.ca)

Freitag, 1. Juni 2018

DER HIMMEL ÜBER BERLIN - Emesys

...neu in meinem CD-Regal....


DER HIMMEL ÜBER BERLIN - Emesys


Dem Freund von dunklen Klängen mit starkem Hang zur Melancholie ist bewusst, dass Italien in den letzten Jahren die Talentschmiede des Post-Punk, Gothic Rock und Death Rock darstellt. Regelmäßig schießen neue Bands aus den Boden und genauso stetig fabrizieren diese auch wirklich erfrischende Musik. DER HIMMEL ÜBER BERLIN ist nun schon einige Jahre in Sachen Gothic unterwegs. Das Quartett aus Trieste hatte in Eigenproduktion trotz diverser Line-Up Wechsel immerhin zwei Studio-Alben veröffentlicht und wagte sich 2015 an das Mini-Album 'Emesys'. Dies wurde dann sogar von 'Cold Sanity Music' vertrieben. Die stete Steigerung erklärt sich, wenn man diesem Fünf-Track-Album einmal in Ruhe Gehör schenkt. Sehr rockiger Gothic im altbekannten Stil jedoch mit moderner Note versehen kommen Songs wie der melodiöse Opener The Chosen Ones oder der Folge-Track Kafka Motel daher. Die Gitarre schwirrt nur so durch den Raum, angetrieben von den Rhythmusinstrumenten. Der Gesang von Teeno Vesper ist eher rau bis dunkel, was musikalisch bei Poison On Your Tongue unterstützt wird, was somit den schwärzesten Track darstellt. Die beiden abschließenden Tracks Dead Cities und My Rubber Queen weisen etliche Spritzer Death Rock auf und erinnern doch etwas an die deutsche Band BLOODY, DEAD AND SEXY. Keine schlechte Referenz. 'Emesys' ist ein kurzweiliges Werk, was totale Lust auf mehr macht! 



Erscheinungsdatum: 23.10.2015
Format: CD-EP
Label: Eigenproduktion
Barcode: ---

Tracklist:
  1. The Chosen Ones
  2. Kafka Motel
  3. Poison On Your Tongue
  4. Dead Cities
  5. My Rubber Queen

Kafka Motel Clip

Donnerstag, 31. Mai 2018

Guinness PRO14 2017/18 Finale



Hier präsentiere ich das Ergebnis der Finales der Guinness PRO14 2017/18




Leinster Rugby - Scarlets 40:32

Mit den Scarlets spielte der Titelverteidiger aus Wales gegen den frischgebackenen 'Champions Cup' Sieger aus Leinster, welcher im Aviva Stadium erstmalig das Double klarmachen wollte. So tasteten sich beide Teams lange Zeit ab und kreierten eine Strafttritt-Duell zwischen #10 Jonathan Sexton, der in der 7. Minute nach Abseits der Scarlets die ersten Punkte auf die Anzeigetafel brachte und #15 Leigh Halfpenny, der nur zwei Minuten später wegen Halten das Spiel ausglich. in der 13. Minute holte Sexton die Führung zurück, die aber durch Halfpennys Straftritt nur vier Minuten hielt. Leinster kam allerdings immer besser mit dem Gegner zurecht und nachdem Sexton in der 25. Minute die Führung zurückgeholt hatte, bauten die Iren mehr Druck auf, welcher dann in der 30. Minute zum ersten Versuch durch #4 Devin Toner führte. Nach zuvor nicht tollen, aber erfolgreichen Schüssen war die Erhöhung dann der erste Fehlschuss von Sexton. Die Scarlets konterten schnell und wie aus dem Nichts legten sie nur fünf Minuten selber einen Versuch durch #14 Johnny McNicholl. Auch diese Erhöhung von Halfpenny ging neben die Stangen. Leinster war allerdings nun in Spielfreude und ging in der Nachspielzeit sogar aufs Ganze und gingen statt Straftritt zur Gasse. Ein weiter Pass auf die linke Flanke und dann war #11 James Lowe im Malfeld. Sexton erhöhte den schweren Kick zum 21:11 Halbzeitstand. Die Waliser waren bestimmt gewillt im zweiten Abschnitt aufzuschließen, doch sie kamen gar nicht richtig dazu. Nach einem hohen Tackling gingen die Iren erneut zur Gasse und schoben ein Paket in Richtung Malfeld, aus dem sich dann #2 Sean Cronin löste und zum Versuch tauchte. Sexton markierte das 28:11. Die Entscheidung kam nur sechs Minuten später in der 58. Minute, als #14 Jourdan Larmour den Ball bekam, diesen von der Mittellinie in das offene Feld der Gegner kickte, am schnellsten hinterher kam und den Ball in das Malfeld brachte. Die Erhöhung ging zwar daneben, aber mit 33:11 war die Entscheidung gefallen. Zwar konnte McNicholl in der 65. Minute den nächsten Versuch für die Scarlets legen und Halfpenny das Team auf 18:33 heranbringen, doch die Antwort der Iren war nur sechs Minuten später der nächste Versuch nach bezaubernden Angriffspiel, wo der Ball schnell durch die Hände ging und #8 Jack Conan in das Malfeld gelang. Der eifrige und eingewechselte #22 Joey Carbery, der den Versuch eingeleitet hatte, erhöhte zum 40:18. Es muss dem Titelverteidiger zu Ehren gehalten werden, dass sie nicht aufgaben und in den letzten beiden Spielminuten durch #18 Werner Kruger und erneut McNicholl noch zwei erhöhte Versuche legten, aber dies kam schlicht zu spät. Leinster gewinnt mit 40:32 und holt sich neben dem neben dem fünften Liga-Titel auch das erstmalige Double einer PRO 14 Mannschaft!

Glückwunsch nach Dublin!

Nur selten konnte sich der Titelverteidiger behaupten...

Sieger der Guiness PRO14 2017/18: 
LEINSTER RUGBY
(photos: © pro14rugby.org)

Freitag, 25. Mai 2018

ENTSTAUBT ... im ... MAI

...Die 'ENTSTAUBT'-Rubrik ist ein Tribut an Alben, 
die mindestens 20 Jahre auf dem Buckel haben...


U2 - The Unforgettable Fire


Es sind nun sage und schreibe vierzig Jahre, welche die britische Band U2 aktiv ist - irgendwie kaum zu glauben. Während das Quartett aktuell mit ihrem letzten Album auf Welt-Tournee ist, wird das Jubiläum allerorts abgefeiert. Dies war für mich doch nochmal ein Anlass, mein persönliches Lieblings-Album aus dem Regal zu ziehen. Alleine diese Auswahl fällt schon schwer; alle Werke aus den Achtziger Jahren sind wahrhaftig herausragend. Das vierte Studio-Album 'The Unforgettable Fire' gibt aber meiner Meinung nach die vollendete Zusammenfassung der Arbeit der vier Musiker wieder. Hier ist alles vereint: die ungeschliffene Rauheit ihrer Frühwerke wie es die Songs Wire oder die äußerst erfolgreiche Single-Auskopplung Pride (In The Name Of Love) zeigen, Bombast-Stadion-Rock á la Bad oder experimentelle, mit von Produzent Brian Eno beeinflusste Ambient-Sound unterlegte Tracks der Folgewerke, was man mit Promenade und dem darauffolgenden Instrumentalstück 4th Of July schon erahnen kann. Klassisch und unverkennbar möchte ich das Lied Indian Summer Sky und auch den melodiösen Opener A Sort Of Homecoming nennen; der Gitarrensound kann einfach nur Gitarrist The Edge zugeschrieben werden. In Bad zeigt Sänger Bono Vox übrigens auch seine kompletten stimmlichen Fähigkeiten, welche er im Laufe des spannenden Songs steigert. Immer noch sozial-kritisch den Finger hebend wie in der Hymne auf Martin Luther King, welche schlicht MLK genannt wurde, ist alleine schon der Album-Titel auf eine Kunst-Austellung von Hiroshima-Opfern bezogen worden. Da gerade erwähnt, der Titelsong sowie zweite Single The Unforgettable Fire ist mein Liebling - sehr einfühlsam und tiefgehend. Eine sehr, sehr runde Sache, der man lediglich ein Manko andichten kann: sie ist viel zu kurz! Aber so war das in den Achtzigern nun mal; das Material musste auf eine Langspiel-Vinyl-Platte passen ...

Erscheinungsdatum: 1984
Format: LP, CD, MC
Label: Island Records
Tracklist:
  1. A Sort Of Homecoming
  2. Pride (In The Name Of Love)
  3. Wire
  4. The Unforgettable Fire
  5. Promenade
  6. 4th Of July
  7. Bad
  8. Indian Summer Sky
  9. Elvis Presley And America
  10. MLK

The Unforgettable Fire

Donnerstag, 24. Mai 2018

ARENA - 09.05.2018, Essen


Es war nicht nur ein brandneues Album, was die britischen Progressive-Rocker der Band ARENA auf eine ausgedehnte Europa-Tournee brachte. Ihr wohl wichtigstes Werk 'The Visitor' schlich sich vor zwanzig Jahren erstmals in des Hörers Gehörgänge, um dort für ewig zu verweilen. Dieser Meilenstein musste doch unbedingt mit den Fans gefeiert werden. So machte Band samt Crew am 09.05.2018 in der 'Zeche Carl' zu Essen halt, um deren Konzertsaal mit Leben zu füllen.

ARENA
photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com

Pünktlich um kurz nach 20 Uhr erklangen dann auch die ersten Töne des Jubiläums-Werkes in der sehr gut gefüllten Lokalität. Mit A Crack In The Ice beginnend wurde das Album 'The Visitor' einmal gänzlich durchgespielt. Dabei wurde dem Zuschauer nochmals deutlich vor Augen – und vor allem in die Ohren – gehalten, was für ein musikalisches Juwel diese Veröffentlichung doch ist! Soundtechnisch perfekt ausgesteuert und mit einer gut ausbalancierten Lichtshow untermalt sowie vielen Bildern in zweifacher Spiegelvariante hinter die Bühne projiziert, bewies das Quintett mit den flotten Songs A State Of Grace und Running From Damascus oder auch den Gänsehaut-Erzeugern The Hanging Tree und Tears In The Rain, wieviel Leben in jedem einzelnen Ton steckt. Teilweise waren die Songs sogar ein klein wenig erweitert worden. Überraschend stark erwies sich Sänger Paul Manzi, welcher ja noch nicht so lange in der Band aktiv ist, jedoch mit seiner vokalstarken und rock-geprägten Stimme vollends überzeugte. Seine Kleidungswechsel zu den jeweiligen Stücken von einem Lord bis hinzu zum Clown trugen zum perfekten Bühnenbild bei. Nach einer guten Stunde und dem titelgebenden Track The Visitor bedankte sich Keyboarder Clive Nolan und erklärte spaßig den ersten Song des Abends für beendet. Nun ging es an das neue Werk, was praktischer weise wie ein Track des Jubilars benannt worden war: 'Double Vision'. Man solle es gerne am Merchandise Stand kaufen, doch bitte nicht im Netz hochladen. Nur so könnten Bands bestehen und öfters touren, meinte Nolan an seinen interessanterweise auf einer Säule fixierten und in alle Richtungen schwenkbaren Keyboards. So wurde mit dem etwas ruhigeren Track Poisoned, bei dem Manzi die zweite Gitarre bediente, der zweite Teil des Abends gestartet. Auch der Song The Mirror Lies ließ aufhorchen und starkes Interesse an der neuen Scheibe wecken. Geballt mit den Klassikern Jericho oder Solomon gab es nun eine weitere knappe Stunde wunderbaren Progressive Rock zu vernehmen, welcher die Zuschauer begeisterte und immer wieder zu frenetischem Applaus hinreißen ließ.

Paul Manzi
photo: © Ralf Michael Benfer - benfisworld.blogspot.com

Da auch die Band augenscheinlich großen Gefallen an dem Abend in der Zeche Carl gefallen hatte, gab es als Zugabe noch eine sehr spielfreudige Version des Liedes Ascension sowie schlussendlich Crying For Help, bei dem die angereisten Fans nochmals kräftig mitsingen durften. Nach etwas über zwei Stunden endete ein beeindruckender Musik-Abend viel zu früh, wie nicht wenige Zuschauer meinten. Verständlich mag es sein, da der nächste Stop der Europa-Tournee in der Schweiz lag; also ein gutes Stückchen entfernt. Jeder hätte gerne noch den einen oder anderen Track gehört, doch es bleibt zu hoffen, dass Arena möglichst bald wieder zu sehen sein wird – denn sie sind alle Male jeden Cent des Eintrittsgeldes wert!

Diesen Konzertbericht ermöglichten:
Monkeypress und das ARENA ...
Vielen Dank, ihr Lieben!

Datum: 09.05.2018
Ort: Essen
Location: Zeche Carl
Spieldauer: ca. 120 min.

Setlist:
01. A Crack In The Ice
02. Pins And Needles
03. Double Vision
04. Darkness At The Door
05. Elea
06. The Hanging Tree
07. A State Of Grace
08. Blood Red Room
09. In The Blink Of An Eye
10. (Don’t Forget To) Breathe
11. Serenity
12. Tears In The Rain
13. Running From Damascus
14. The Visitor
15. Poisoned
16. Jericho
17. The Mirror Lies
18. The Tinder Box
19. Solomon
Zugabe:
20. Ascension
21. Crying For Help VII

Guinness PRO14 2017/18 Halbfinale



Hier präsentiere ich die Ergebnisse der beiden Halbfinals der Guinness PRO14 2017/18




Glasgow Warriors - Scarlets 13:28

Der Titelverteidiger aus Wales ging gegen die heimischen Warriors mit ihrem in den letzten Wochen etwas vermissten Offensivspiel sehr aggressiv in die Partie und so war es nach nur vier Minuten soweit, dass nach einer Gasse innerhalb von Glasgows 22 und einem kräftigen Paket der Pass zu #10 Rhys Patchell ging, der im Slalom die verbleibenden Verteidiger stehen ließ und den Versuch legte, den er selbst auch erhöhte. Glasgow kam nur gemächlich in die Partie und konnte in der 14. Minute durch Straftritt von #10 Finn Russell den Anschluss erzielen. Das aber vom Heimteam mehr kommen musste, bewiesen die Gäste nur drei Minuten später, als #13 Scott Williams durch die Abwehr brach, zu #9 Gareth Davies passte, der ungehindert in das Malfeld gelangte. Patchell erhöhte auch diesen Versuch sowie in der 32. Minute den dritten Versuch für die Scarlets, als diese nach einem Befreiungskick direkt über die linke Flanke konterten und schließlich #1 Rob Evans in das Malfeld gelangte. Mit dem 21: 3 ging Glasgow etwas ratlos im ausverkauften Scotstoun Stadium in die Pause. Nach dem Seitenwechsel waren die Schotten dann auch gewillt den Anschluss herzustellen, doch die gelbe Karte gegen #13 Nick Grigg durch irreguläre Abwehrbemühungen sah, war ein Rückschlag, denn die Scarlets nutzten dies umgehend, kickten den Straftritt zum Vergehen zur Gasse und drückten das Paket zum Malfeld, wo #2 Ken Owens den Ball ablegen konnte. Die Erhöhung von Patchell brachte das 28: 3. Erst als Glasgow wieder vollzählig auf dem Platz stand, waren sie in der Lage den nötigen Druck aufzubauen und konnten dann nach einer schnellen Ausführung eines Straftritts von Russell und dem kurzen Pass auf #5 Jonny Gray durch diesen den ersten Versuch legen. Russells Erhöhung ging jedoch daneben. Das Heimteam hatte mehrere Chancen auf Versuche und konnten schließlich den permanenten Druck sieben Minuten vor dem Ende durch Grigg nochmals einen Versuch legen; jedoch ging auch diese einfache Erhöhung von #22 Peter Horne daneben und die Bemühungen kamen viel zu spät. Die Scarlets gelingt es nach Leinster im letzten Jahr zum zweiten Mal ein Auswärtssieg in den PRO14 Playoffs - das gelang noch keinem anderen Team - und kann nun im Finale ihren Titel verteidigen...




Leinster Rugby - Munster Rugby 16:15

In der irischen Schlacht zwischen Leinster und Munster ging es erwartungsgemäß hart her. Beide Teams wollten den Gegner mit Attacken am Kontaktpunkt niederringen. So wurde die Begegnung eine Schwergewichts-Duell. Die ersten Punkte konnte sich Leinster einheimsen, als #11 James Lowe durch die Abwehr brach und im rechten Augenblick den Ball zu #8 Jack Conan passte, welcher den Versuch legte, den #10 Ross Byrne erhöhte. Munster tat sich etwas schwerer als das Heimteam und brauchte bis zur 19. Minute, ehe #10 J.J. Hanrahan die ersten Punkte für die Gäste per Straftritt markiere. Allerdings egalisierte Byrne diese nur zwei Minuten später. Munster bekam in der 28. Minute die Chance wieder per Straftritt aufzuschließen, doch Hanrahan ließ die Möglichkeit ungenutzt. So ging es mit dem 10: 3 in die Pause. Munster hatte zu Beginn des zweiten Abschnitts noch eine Unterzahl zu überstehen, da #4 Joan Kleyn in der 36. Minute wegen einem gefährlichen Tackling die gelbe Karte erhalten hatte. Kämpften sie zu Ende der ersten Hälfte so noch erfolgreich gegen den zweiten Versuch von Leinster, drehten sie nun den Spieß um und nach harten Metern ließ #15 Simon Zebo in seinem letzten Spiel für das Team zwei Gegner aussteigen, passte zu #11 Keith Earls, welcher sich nicht vom Versuch abhalten ließ. Die Erhöhung von Hanrahan zum Ausgleich ging jedoch daneben. Byrne konnte seinen Farben nur zwei Minuten später wieder per Straftritt etwas Luft verschaffen und auf 13: 8 ausbauen. Allerdings verpassten er sowie 15 Coey Carbery in der 53. wie 59. Minute machbare Straftritte zu verwerten und die Führung auszubauen. Dies gelang zweitem erst drei Minuten vor dem Ende, als Munster nochmal alles versuchte, aber die Schwäche im Gedränge nicht abbauen konnte, welche dann zum 16: 8 führte. Die Rivalen gaben sich aber noch nicht geschlagen und mit schnellen Pässen kamen sie sechzig Sekunden vor dem Ende zu ihrem nächsten Versuch, den der eingewechselte #19 Gerbrandt Gobler legen konnte. #22 Ian Keatley erhöhte zum 15:16. Mit dem finalen Ballbesitz machten sich die Roten nochmals auf den Weg in die gegnerische Hälfte, doch #20 Max Deegan eroberte dann den Ball für Leinster und sicherte sich den Sieg für den viermaligen Meister der PRO14, welcher erneut im Finale steht und dort Rekord-Meister werden und nach dem Sieg im 'Champions Cup' das Double holen kann!

Dank früher Versuche von Leinster gelang die Aufholjagd von Munster nicht...
(photo: © pro14rugby.org)

Das Endspiel der Guinness PRO14 findet also am 26.05.2017 zwischen den irischen Team Leinster Rugby und den Walisern der Scarlets im 'Aviva Stadium' in Dublin statt...