Donnerstag, 14. August 2014

Der Übergang - Justin Cronin

Rezension zu 'Der Übergang' von Justin Cronin



Erscheinungsjahr: 2010 (Originalausgabe: 2010)
Format: gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 1021
Verlag: Goldmann
ISBN-13: 978-3-442-31170-5
Preis: 22,95 €


KURZBESCHREIBUNG: 
Die Unsterblichkeit - das Streben der Menschheit nach dieser ewigen Lockung wird ihr zum großen Verhängnis, als in einem geheimen Labor im Herzen der USA versucht wird, aus dem Blut einer seltenen Fledermaus-Spezies ein Mittel zum ewigen Leben zu ziehen. Getestet an zwölf zum Tode verurteilten Häftlingen gerät dieses Experiment jedoch völlig außer Kontrolle und reißt die Menschheit nahezu nieder! Einzig die dreizehnte und letzte Probandin - die von ihrer Mutter ausgesetzte sechsjährige Amy Harper Bellafonte - scheint ein erfolgreiches Serum gespritzt bekommen zu haben; jedoch verschwindet sie in den chaotischen Jahren des Untergangs von Amerika im Nirgendwo ... um fast einhundert Jahre später vor einer menschlichen Kolonie in Kalifornien wieder aufzutauchen. So unheimlich das schweigsame Mädchen allen Überlebenden erscheint; sie mag wohl auch die einzige Hoffnung für das Überleben der Menschheit zu sein...

KOMMENTAR:
Mit dem dicken Wälzer 'Der Übergang' legt der amerikanische Autor Justin Cronin den ersten Teil einer epischen Dystopie vor! Als Trilogie angedacht erzählt Cronin in diesem Roman von dem kläglichen Versuch der Menschheit, die Unsterblichkeit zu erlangen. Aus den Trümmern des Versagens lässt er jedoch eine kleine Menschheit in einer post-apokalyptischen Welt leben, welche trotz allem noch Träume, Wünsche und jede Menge Fragen hat. Deren größte Bedrohung sind die 'Virals' - eine wirklich bestialische und äußerst flinke Variante von Vampiren, die nach all den zigtausenden Blutsauger-Romanen sogar recht erfrischend wirken. Der Grund ist beängstigend einfach: sie ähneln mehr Insekten als den Menschen! Der Autor mag es, seine Charaktere sowie Erlebnisse etwas mehr auszuleuchten, so dass der Leser immer bestens informiert ist, allerdings schnell auch mal überrascht werden kann. Der Roman erinnert mich von seiner Grundidee wie auch in der Art und Weise der Erzählkunst ziemlich an das nicht weniger epische Werk 'Das letzte Gefecht' von Stephen King. Nein, von einer Nachahmung oder gar billige Kopie kann man bei 'Der Übergang' wahrhaftig nicht sprechen. Justin Cronin hat eine eigene, gefährliche und spannende Zukunfts-Welt erschaffen und mit dem Mädchen Amy eine Charaktere, welche so faszinierend wie mystisch zugleich ist, dass der Leser nur zu gerne weiter an ihrer Seite verweilen möchte. Und dies können sie noch zwei weitere Romane lang!
9 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN:
- erster Roman der 'Passage-Trilogie'
- Danksagung des Schriftstellers
- Skizze der 'ersten Kolonie' in Kalifornien

Trailer zum Roman