Sonntag, 24. Februar 2013

Six Nations 2013 Week 3


3. Spieltag 2013 



Italien - Wales 9:26

Im verregneten Rom versuchten die Gäste aus Wales an ihren Erfolg in Frankreich anzuknüpfen, während das Heimteam zurück auf die Siegesstraße wollte. Unter den sehr schwierigen Bedingungen ergaben sich auf beiden Seiten Fehler, welche die Teams zu Penaltykicks nutzten; #15 Leigh Halfpenny gleich dreimal für die Gäste (7./15./19.min) und #10 Kristopher Burton einen für Italien (10.). 3: 9 - nun begriff die Heimmannschaft, dass sie wie die Gäste ebenfalls durch Befreiungsschüsse und starke Gedränge den Gegner zu Fehlern zwingen musste! So kamen sie zu einem weiteren Straftritt und da Halfpenny einen weiteren für Wales verschoß, ging es mit 6: 9 in die Halbzeit. Italien kam aggressiver aus der Kabine, doch Wales war einfach abgeklärter. Während das Heimteam einen weiteren Dropkick verschoß, lupfte #9 Mike Phillips den Ball über die Abwehr und der Waliser #13 Jonathan Davies brachte den Ball ungehindert in die Malzone. Halfpenny erhöhte und so stand es nach 45 Minuten 16: 6. Aber die Männer in Blau gaben sich nicht geschlagen und kamen durch einen weiteren Straftritt wieder heran. Doch dann kam der Anfang vom Ende für die sich mühenden Italiener: erst konnte der an diesem Tage brilliante Halfpenny den Abstand wieder auf zehn Punkte ausbauen und als dann #3 Martin Castrogiovanni für zehn Minuten auf die Bank musste, nutzte Wales die Überzahl direkt aus und #14 Alex Cuthbert fand die Lücke in der Abwehr für den zweiten Versuch für die Walieser. Danach taten die Gäste nur noch das Nötigste, um den 26: 9 Sieg dingfest zu machen.



England - Frankreich 23:13

'Le Crunch' in Twickenham: England ging nach den beiden Niederlagen der Franzosen als klarer Favorit ins Spiel und konnte auch nach zwei Minuten durch #10 Owen Farrell die ersten Punkte auf die Anzeigetafel bringen. Doch die Franzosen wollten sich rehabilitieren und konterten umgehend durch einen Straftritt von #9 Morgan Parra (5.min). Die Teams boten eine hart umkämpfte erste Halbzeit und Farrell konnte in der 28. Minute auf 6: 3 erhöhen und das Heimteam hatte kleine Spielvorteile. Dann aber nahm #12 Wesley Fontana in der 30. Minute seine Beine in die Hand und setzte tief in der eigenen Hälfte zu einem Sprint an, der vorbei an allen potentiellen Tacklern erst in der Malzone endete. Parra erhöhte und plötzlich führten die Franzosen 10: 6. Farrell konnte bis zur Halbzeit einen weiteren Straftritt verwandeln und so gingen die Gäste mit einem Punkt in die Halbzeit. Was wäre, wenn Parra nicht zum Ende der ersten und in der 43. Minute zwei Straftritte verschossen hätte? England baute sich auf jeden Fall daran auf und konnte durch einen Straftritt von Farrell (48.) wieder mit 12:10 in Führung gehen. Und Frankreich verlor erstmal komplett den Faden, spielte unkonzentriert und so konnte #13 Manu Tuilagi nach einem Befreiungsschuß den freien Ball aufnehmen und in die Malzone tragen. Erst das weckte die Mannen in Blau wieder und der eingewechselte #22 Frederic Michalak brachte sein Team wieder auf 13:17 heran. Nun war es ein Kampf um jeden Meter - 15 gegen 15 Mann, wobei England den Druck mehr und mehr erhöhen konnte und schließlich in der 73. Minute mit einem Straftritt durch #22 Tobi Flood die Führung auf 20:13 aubauen konnte. Die Franzosen mussten nun mehr und mehr Abwehrarbeit verrichten, was den Engländern in der 77. Minute einen weiteren Straftritt von Flood einbrachte. England beendete das Spiel zwar in Unterzahl, doch das brachte den Franzosen auch nichts mehr - England gewinnt 23:13!



Schottland - Irland 12: 8

Für beide Mannschaften war es ein wichtiges Spiel, um weiterhin Anschluß an die Spitze der Tabelle zu halten. Die Gäste aus Irland attackierten dementsprechend früh und fanden immer wieder Lücken, besonders durch den Neuling #11 Luke Marshall. Aber die Männer von der grünen Insel setzten die spielerische Überlegenheit nicht in Punkte um! Selbst als Schottland zehn Minuten in Unterzahl agierte, gelangen ihnen keine Punkte - #10 Paddy Jackson verschoß gar einen recht einfachen Straftritt. Erst in der 36. Minute konnte Jackson dies mit einer weiteren Chance ändern und das 3: 0 markieren. In den zweiten vierzig Minuten rannten die Iren weiter gegen die schottische Wand, bis endlich #14 Graig Gilroy in der 44. Minute unter den gegnerischen Armen hertauchte und in die Malzone hechtete. Die Erhöhung ging daneben und langsam wurden die Schotten aktiver. So ergaben sich nun auch für die Männer in Blau Chancen. Und #9 Graig Laidlaw nutzte die Straftritte in der 53. und 60. Minute, während Jackson zwischenzeitlich einen weiteren daneben setzte. Schottland war mit 6: 8 wieder im Spiel, wurden gerade in den Gedrängen sowie Paketen überlegener, dass Irland diese nur mit Regelverstößen stoppen konnte. Wie auch wieder in der 64. Minute. Laidlaw bedankte sich und brachte sein Team mit 9: 8 in Führung. Die Fans im Murrayfield waren aus dem Häuschen und nun der 16. Mann, während Schottlands Abwehr sich keinen Makel mehr ankreiden ließ. Und ein weiteres zusammengebrochenes Gedränge durch die Iren brachte Schottlands Kicker noch einmal in der 75. Minute zum Straftritt - 12: 8. Irland brauchte nun einen Versuch und gingen auch bei Strafen direkt auf Bruch. In der letzten Spielminute bekamen sie nochmals die Chance, doch ein langer Pass nach Außen rutsche dem irischen Angreifer aus den Händen, was einen illegalen Vorwurf bedeutete! Schottland schlägt die Iren erstmalig seit 2001 im Six Nations Cup!

Tabelle: 

1. England    (+ 36) 6
2. Wales      (+ 19) 4
3. Schottland (+  8) 4
4. Irland     (-  2) 2
5. Italien    (- 36) 2
6. Frankreich (- 25) 0

Schottische Siegesfreude - gerne mehr davon! 
(Photo: planetrugby.com)