Sonntag, 15. Juni 2014

Der böse Ort - Ben Aaronovitch

Rezension zu 'Der böse Ort' von Ben Aaronovitch



Erscheinungsjahr: 2014 (Originalausgabe: 2013)
Format: eBook
Seitenanzahl: 399 / 1342KB
Verlag: dtv
eBook ISBN: 978-3-423-42280-2 (epub)
ISBN-13: 978-3-423-21507-7 (gedruckte Ausgabe)
Preis: 7,99 € (eBook)


KURZBESCHREIBUNG: 
Langsam etabliert sich das alterwürdige Folly durch die Verstärkung von  Police Constable Peter Grant und seine Kollegin Lesley May neben dem langjährigen Einzelgänger-Magier Nightingale. Jedes Verbrechen mit Verdacht auf magischen Tätigkeiten werden Peter und Kollegen gemeldet und sie arbeiten diese dann ab. So auch bei dem Unfall eines gewissen Robert Weils, welcher auf der Liste des einstigen Zauberzirkels der 'little crocodiles' steht, und auf dessen Fahrzeug das Blut einer weiteren Person gefunden wird, allerdings keine Leiche. Während dieser Fall in einer Belanglosigkeit zu rutschen scheint, findet Peter sowie die Helfer des Folly Hinweise auf magische Aktivitäten im Sozialwohnblock Skygarden. Der Schöpfer, welcher der verstorbene Architekt Erich Stromberg war, wollte mit diesem Bauwerk etwas magisches Erschaffen; doch wieso ist der gesichtslosen Magier, welcher dem Team des Follys schon länger schwer im Magen liegt, erpicht darauf zu sein, dieses Gebäude zu zerstören? Denn es vermehren sich die Beweise für diese Annahme. Den beiden Zauberlehrlingen Peter und Lesley bleibt nur eins: sie mieten sich eine Wohnung in Skygarden, um dem Treiben des Gesichtslosen Magiers auf die Spur zu kommen...

KOMMENTAR:
Autor Ben Aaronovitch hat nun den vierten Roman um seinen angehenden 'Zauberer der Moderne' Peter Grant auf den Markt gebracht. Diesmal widmet er sich der Architektur; nach dem 'Underground', der 'Jazz-Szene' sowie den Flüssen der Großstadt also nun um von Menschenhand erschaffene Gebäude. Dabei ermittelt Peter und Kollegen eher ruhig und gemächlich. Seine Gedanken, welche vollgepackt mit Zynik und Ironie sind, machen da das Mitlesen interessant. Dazu bildet diese Mischung aus der faszinierenden Großstadt London, dem Erlernen der Magie sowie deren Vergangenheit und das Ermitteln der Hauptcharaktere eine unwiderstehliche Kombination, die eigentlich auch nicht übermäßige Hektik und Action benötigt! Aaronovitch scheint für seine Romane oft durch die Weltstadt zu streifen, denn wie er diese beschreibt ist beinahe schon wie aus der Realität gerissen zu nennen. Die Handhabung und Wirkung von der Magie bringt er auch ziemlich gut dem Leser rüber, dass man fast schon dazu geneigt ist, selber mal anhand einer Forma kleines Irrlicht entstehen zu lassen. Interessant ist auch der Blick in die Architektur, welche der Autor aber zum Glück auch nicht übertrieben hat. Das gewisse Etwas bietet schließlich das spannende Finale, welches einen tollen 'Cliffhanger' für den/die nächsten Romane bietet. Die Leserschaft darf also erwartungsvoll auf den nächsten Roman warten...
8 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN:
- vierter Band um den Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant