Freitag, 12. Dezember 2014

Der Monstrumologe und der Fluch des Wendigo - Rick Yancey

Rezension zu ' Der Monstrumologe und der Fluch des Wendigo' von Rick Yancey



Erscheinungsjahr: 2012 (Original: 2010)
Format: Paperback
Seitenanzahl: 397
Verlag: Luebbe
ISBN-13: 978-3-7857-6063-5
Preis: 14,99 €


KURZBESCHREIBUNG: 
Die Studien der Monstrumologie sowie die Vorbereitungen auf den anstehenden Kongress der Monstrumologen aus aller Welt von Doktor Pellinore Warthrop und seinem Assistenten, dem jungen Will Henry werden mit dem Besuch der Dame Muriel Chanler unterbrochen. Diese scheinbar alte Bekannte des egozentrischen Doktors bittet ihn, sich in die tiefe Wildnis von Kanada zu machen und nach ihrem Mann John zu suchen. Der ebenfalls als Monstrumologe aktive Herr ist verschollen, nachdem er sich aufmachte, einen 'Lepto Lurconis' (bekannter als 'Wendigo') zu fangen, einem wildem Ungeheuer, welches nur als Legende angesehen wird. Doch gerade die Aussagen vom Monstrumologen-Präsidenten Abram von Helrung, welcher nun all solche Sagengestalten wie Wendigos oder Vampire als real hinstellen will und welche er auf dem Monstrumologen-Kongress dann fixieren mag, zwangen John Chanler zum Aufbruch. Mehr widerwillig macht sich der Doktor mit Will Henry auf die Reise und sie trotzen den harten Bedingungen dieser erbarmungslosen Region. Nach einigen haarsträubenden Erlebnissen glauben die Beiden an ihr Ziel zu gelangen und Muriels Mann retten zu können - doch ahnen nicht, dass sie damit alles noch viel schlimmer machen!

KOMMENTAR:
Der zweite Band um den Assisten Will Henry und seinen Erlebnissen bei dem Monstrumologen knüpft in soweit an den Vorgängerband an, dass Autor Rick Yancey vorgeblich die nächsten Tagebücher des eigenartigen verstorbenen Heimbewohners William Henry James gesichtet und erforscht hat. Diesmal geht es um die Legende des Wendigo, um welche sich der junge Henry mit seinem Herren kümmert. Heraus kam ein düsterer und kalter Roman, was zum einen an der Ort der Geschehnisse liegt - so ist nun mal die abgelegene Wildnis von Kanada - und zum anderen, weil die Mär sowie die Erlebnisse der beiden nicht minder kalt und düster sind. Wie auch im ersten Band gibt es einige Stellen, die meiner Meinung nach keineswegs wirklich jugendtauglich sind. Seltsam, dass die Reihe als solche vermarktet wird. Im Gegensatz zum ersten Roman um den Monstrumologen ist '...der Fluch des Wendigo' um einiges mysteriöser gehalten. Es dreht sich nun auch um eine Sagengestalt. Das Buch ist trotzdem ebenso spannend und verwickelt den Leser mehr an die Beziehung der beiden Hauptprotagonisten. Dazu gibt er jede Menge Details aus dem Vorleben des eigensinnigen Doktor Warthrop preis, was die natürliche Neugierde der Leserschaft weckt. Gerade der Disput mit seinem einstigen Meister Abram van Helsung und natürlich die Beziehung zu seiner einstigen Liebe Muriel lassen keine Langeweile aufkommen. An einigen wenigen Stellen wirkt die Handlung um den Wendigo etwas befremdlich; dieses Monstrum ist nicht so richtig zu fassen. Alles in Allem abber ein rundum ziemlich guter Gruselstoff für Erwachsene und fortgeschrittene Jugendliche...
8,3 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN: 
- zweiter Band um den Monstrumologen
- enthält schwarz-weiß Illustrationen von Jürgen Speh