Mittwoch, 3. Februar 2016

Dunkles Blut - Stuart MacBride

Rezension zu 'Dunkles Blut' von Stuart MacBride



Erscheinungsjahr: 2013 (Original: 2010)
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 572
Verlag: Goldmann
ISBN-13: 978-3-442-47867-5
Preis: 9,99 €


KURZBESCHREIBUNG: 
Als hätte Detective Sergeant Logan McRae nicht schon genug zu tun, muss er sich noch um den ehemaligen Häftling Richard Knox kümmern, der mit seinem 'Aufpasser' Detective Superintendent Danby aus Newcastle nach Aberdeen umsiedelt und ständig kontrolliert werden muss, da er als Vergewaltiger von älteren Menschen als Risikofaktor eingeschätzt wird. Logan schmeckt diese Sache ganz und gar nicht, zumal es verwunderlich ist, dass ein DSI zur Überführung abgestellt wird und dieser dann auch noch überzogen lange in der Stadt im Norden Schottlands bleibt. Nebenbei hat er außer den ganzen anderen Fällen, die ihm seine Vorgesetzte DI Roberta Steel aufbürdet, obendrein große Probleme, sein langsam abtriftendes Leben wieder in geregelte Bahnen zu bringen, denn der berufliche Erfolg scheint nicht mehr mit ihm Hand in Hand gehen zu wollen. Kriegt Logan trotz steigendem Arbeitsdruck doch noch die Kurve?

KOMMENTAR:
Der sechste Roman um den Detective Sergeant Logan McRae mit dem Titel 'Dunkles Blut' gibt dieser Hauptcharaktere neue Aufgaben, denn eine kontrollierte Überwachung eines ehemaligen Inhaftierten war in den bisherigen Bänden noch nicht vorgekommen. Dass der Autor Stuart MacBride allerdings mit diesem Prozedere in eine ganz andere Richtung zielt, macht er mit fortschreitender Geschichte deutlich. Ebenso erleben die Leser, welche Logan schon seit Beginn an folgen, wie sein Leben ihm tatsächlich langsam zu entgleiten scheint. Mehr und mehr Alkohol, Unverständnis bei Freundin und Kollegen, beruflicher Neid; irgendwie scheint es logisch, dass dem tragischen Helden dies widerfährt. Am schlimmsten wirkt sich meiner Meinung nach noch das unverschuldete Abrutschen in die Korruption ab. So etwas erwartet ein Leser und Fan des 'guten Buben' auch selten. Aber: that's life! Diese dramatischen wie soap-ähnliche Ereignisse machen den Roman interessant, wie auch die sehr angenehme Schreibweise von MacBride irgendwie an die Buchseiten bindet. Erstleser des Autors werden an einigen Geschehnissen vielleicht nicht so wirklich Gefallen finden, da sie den Faden inmitten eines Gewusels aufnehmen müssen. Der hauptsächliche Kriminalfall um den Vergewaltiger und seinen Aufpasser ist recht interessant, wie auch der Nebenstrang um Steels verschwundenen V-Mann. Am Ende kann man schon sagen, dass man hier einen recht guten Roman vorgesetzt bekommt, der allerdings McRae-Fans eher zusagen wird, als Neulingen...
7,9 von 10 Punkte

BESONDERHEITEN: 
- sechstes Buch um Detective Sergeant Logan McRae
- Danksagung des Autors