Samstag, 5. März 2016

Six Nations 2016 Week 3


3. Spieltag 2016



Wales - Frankreich 19:10 

Eine sehr hart umkämpfte Partie wurde im Millenium Stadium zwischen Wales und Frankreich ausgetragen. Nachdem sich das Heimteam die ersten zehn Minuten in der gegnerischen Hälfte tummelte, bekamen sie einen Straftritt, weil ein Gegner seitlich an den Kontaktpunkt ging. #10 Dan Biggar vergab die Möglichkeit auf die ersten Punkte, wie auch sein Gegenüber #10 Jules Plisson in der 17. Minute. Bis zur Halbzeit gab es für Biggar noch zweimal die Chance, welche er in der 22. sowie 31. Minuten nutzte. Plisson konnte aus den etwas geringeren Optionen der Gäste immerhin in der 34. Minute auf 3: 6 verkürzen, was auch den Pausenstand darstellte. Ein unzulässiges Tackling ließ Biggar in der 43. Minute die Führung auf 9: 3 ausbauen. Ein Ballverlust der Franzosen und ein Befreiungskick von #13 Jonathan Davies entschied das Spiel vorzeitig. #11 George North gewann das Sprintduell knapp, kickte den Ball unglücklich schräg, doch Plisson schoss ihn wieder genau zurück in Norths Laufbahn, der den Ball nur noch aufnehmen und im Malfeld ablegen musste. Biggar erhöhte den Versuch zum 16: 3. Die Gäste knieten sich richtig rein, doch das Glück war eher auf Seiten der Roten. Biggar erhöhte in der 66. Minute per Straftritt auf 19: 3. In der 79. Minute fand Frankreich nach einer Gasse und einem starken Paket endlich den Weg in das Malfeld, wo #2 Guilhem Guirado den Ball ablegte. Der eingewechselte #22 Francois Trinh-Duc erhöhte zum 10:19, aber das war dann auch schon der Endstand, da die Spieluhr herunter gelaufen war. Wales schiebt sich mit dem fünften Sieg in Folge gegen die Franzosen an diesen in der Tabelle vorbei und darf nun auf den Turniersieg hoffen... 




Italien - Schottland 20:36

Nachdem beide Mannschaften ihre ersten beiden Spiele des Turniers verloren hatten, ging es in der Begegnung zwischen Italien und Schottland wie so oft in den letzten Jahren um den letzten Tabellenplatz. Beide Teams leisteten sich in der frühen Phase unnötige Fehler, was in der 9. Minute zu den ersten Punkten für das Heimteam führte, nachdem #6 John Barclay den Ball nach dem Tackling zu lange hielt und #10 Kelly Haimona den Ball zwischen die Torstangen drosch. Die Gäste konterten umgehend: mit schnellen Pässen arbeiteten sich die Schotten nach vorne, bis #11 Tim Visser den links außen laufenden #15 Stuart Hogg bediente, welcher in Richtung Malzone stürmte, zwei Meter vor der Mallinie gestoppt wurde und im Liegen den Ball zum heranstürmenden Barclay warf, der ungehindert in das Malfeld kam und den Versuch legte. #9 Greig Laidlaw erhöhte zum 7: 3. Nur sieben Minuten später war es #10 Finn Russell, der mit einem angetäuschten Pass eine Lücke in die Abwehr der Italiener riss und nach flotten Ballübergaben zum links außen laufenden #7 John Hardie den nächsten Versuch erzielte, als sich dieser über die letzten Meter in das Malfeld tankte. Laidlaw bestand auch bei der schweren Erhöhung zum 14: 3. In der 26. Minute unterstrich er seine Qualitäten mit einem erfolgreichen Straftritt. Die Italiener gaben sich allerdings nicht geschlagen und konnten noch vor der Halbzeit zurückschlagen. In der 29. Minute kreierten sie durch schnelle Pässe auf der linken Seite ein Überzahlspiel, was schließlich #2 Leonardo Ghiraldini zum Versuch nutzte. Haimona zeigte seine verbesserten Kickqualitäten bei der schweren Erhöhung zum 10:17 Halbzeitstand, den Laidlaw in auslaufender Hälfte noch hätte ändern können, doch den langen Straftritt verzog. Er holte allerdings in der zweiten Halbzeit die ersten Punkte in der 46. Minute, nachdem die Italiener ein Gedränge zusammenbrechen ließen. Italien blieb allerdings weiter in Schlagweite, Haimona verwandelte in der 50. Minute einen leichten Straftritt zum 13:20. Schottland hatte etwas territoriale Vorteile und so konnte Laidlaw durch Straftritte die Führung in der 54. und 59. Minute ausbauen. Eine gelbe Karte gegen Russell in der 62. Minute wegen einer Störung am offenen Gedränge hielt Italien weiter im Spiel, denn sie nutzten das Überzahlspiel umgehend zu einem Versuch von #4 Marco Fuser, der sich die letzten Zentimeter durch die Abwehrwand der Schotten wühlte. Haimona brachte seine Farben mit der Erhöhung wieder auf 20:26 heran. Doch kaum hatten die Italiener sich in diese gute Ausgangsposition gebracht, gaben sie die auch wieder her und Laidlaw erzielte das 29:20. Als #3 W.P. Nel in der 76. Minute wegen eines Tacklings des Gegners in der Luft die gelbe Karte sah, hätte das Heimteam nochmal kontern können, doch die Schotten setzten das Schlusslicht. Schnell spielten sie nach rechts außen, wo Hogg seinen Gegenspieler umrundete und den Ball mit der Rückhand auf den mitlaufenden #14 Tommy Seymour passte, der die letzten Meter in das Malfeld sprintete. Laidlaw erhöhte und Schottland holte sich mit 36:20 den ersten Sieg im diesjährigen 'Six Nations' Turnier...




England - Irland 21:10

Der Titelverteidiger war schlecht in das Turnier gestartet und musste nun in Twickenham gegen England antreten, wo die Iren zurück auf die Siegesspur kommen wollten. Eine Strafe im Gedränge ließ die Gäste durch einen Kick von #10 Jonathan Sexton in der 6. Minute in Führung gehen, doch die unter dem neuen Headcoach Eddie Jones neu formierten Engländer konterten mit einem Straftritt weitere sechs Minuten später durch #10 Owen Farrell zm 3: 3 Ausgleich. Das Heimteam kam im Anschluss immer besser gegen die Iren zurecht, allerdings konnte Farrell einen Straftritt in der 16. Minute nicht verwandeln, zweimal jedoch kam das Heimteam einem Versuch nahe, doch letztlich versperrte der Videobeweis die Punkteausbeute. Farrell konnte in der 36. Minute immerhin einen weiteren Straftritt verwandeln und stellte damit den Halbzeitstand von 6: 3 her. Eine gelbe Karte gegen #7 James Haskell wegen spätem Tackling brachte die Gäste in der 45. Minute in eine Überzahlsituation, die sie auch kurz darauf ausnutzten, als #9 Conor Murray kurz vor der Mallinie einen Pass antäuschte, aber dann selber über die Linie zum Versuch tauchte. Sexton erhöhte zur 10: 6 Führung. In Unterzahl konnten die Engländer immerhin einen Straftritt herausarbeiten, den Farrell souverän zwischen die Stangen setzte und auf einen Punkt verkürzte. Gerade wieder komplett waren die Engländer nahe der Malzone und ein langer Pass nach links außen ließ #14 Anthony Watson einen sehr leichten Versuch legen. Farrell konnte die schwere Erhöhung nicht verwandeln, doch seine Farben hatten nun Oberwasser und nur fünf Minuten später legte #15 Mike Brown auf der rechten Seite nach ähnlichem Passspiel wie zuvor den nächsten Versuch. Farrell holte diesmal die zwei Erhöhungspunkte zum 21:10. Die Iren wirkten nach diesen beiden Versuchen schockiert und brachten keinen gefährlichen Angriff mehr zustande; auch nicht in Überzahl, als #21 Danny Care wegen Halten des Ballträgers auf die Bank musste. Die Gäste mühten sich ab, doch auch ihnen war bei zwei engen Situationen der Videobeweis nicht wohl gestimmt. Am Ende mussten sich die Iren mit 10:21 geschlagen geben und müssen die Hoffnungen auf eine weitere Titelverteidigung begraben...


Tabelle: 

1. England    (+48) 6
2. Wales      (+13) 5
3. Frankreich (- 6) 4
4. Schottland (+ 6) 2
5. Irland     (-12) 1
6. Italien    (-49) 0

Schottland stoppte Italien und gewann das erste Spiel in 2016...
(photo:planetrugby.com)