Donnerstag, 16. März 2017

Six Nations 2017 Week 4


4. Spieltag 2017



Wales - Irland 22: 9 

Für die Gäste aus Irland ging es schon um alles, als sie in Cardiff gegen Wales antraten. Eine Niederlage würde die Träume vom Turniersieg in weite Ferne drücken. Sie hatten auch den besseren Start in das Spiel und #10 Jonathan Sexton konnte in der 7. Minute nach einem hohen Tackling per Straftritt die ersten Punkte für die Gäste erzielen. Das weckte aber die Waliser, die nun in der hart umkämpften Partie mehr als nur mitspielten. Mit schnellen Pässen auf die Außenseite brachten sie den flinken #14 George North in Position, der in der 20. Minute durchbrach und den ersten Versuch der Partie erzielte. Die Erhöhung vom eigentlich sicheren Kicker #15 Leigh Halfpenny ging jedoch daneben. Wales wurde immer stärker und es sah so aus, als müsste Irland nun Tribut zahlen, als Sexton angeschlagen erstmal vom Feld musste. Doch sein Ersatzmann #22 Paddy Jackson zeigte sich in der 27. Minute bei einem Straftritt ebenso zielsicher. Sexton war in der ersten Hälfte schließlich die tragische Person, denn kaum zurück handelte er sich wegen eines Vergehens am Kontaktpunkt eine gelbe Karte ein und Halfpenny brachte eine Minute vor der Pause per Straftritt seine Farben wieder mit 8: 6 in Führung. Das war auch der Spielstand zum Seitenwechsel. Wales erwischte nun den besseren Start und nach einem kräftigen Paket in der 44. Minute war es erneut North, der den nächsten Versuch legte, den Halfpenny zum 15: 6 erhöhte. Irland mühte sich, doch gestaltete sein Spiel kompliziert. Immerhin konnte Sexton nach einem erneuten hohen Tackling in der 57. Minute den Anschluss zum 9:15 erzielen. Wales erhöhte wieder den Druck und #10 Dan Biggar wagte in der 59. Minute gar ein Drop Goal, welches aber misslang. Irland wurde immer mehr in die eigene Hälfte gezwungen und als Sexton zwei Minuten vor dem Ende einen Befreiungskick wagte, übersah er den heranstürmenden #23 Taulupe Faletau, der den Ball abblockte. Der mitgelaufene #23 Jamie Roberts schnappte sich diesen und überbrückte die letzten Meter zum siegbringenden Versuch. Halfpennys Erhöhung machte den 22: 9 Endstand fix und gab Wales einen etwas überraschenden Triumph gegen die Iren...



Italien - Frankreich 18:40

Im Stadio Olimpico ging es zwischen Italien und Frankreich um die 'Guiseppe Garibaldy Trophy'. Das Heimteam kam sehr gut in die Partie und nach andauernden Druck drang in der 3. Minute #8 Sergio Parisse in das Malfeld der Gäste ein. #10 Carlo Canna konnte allerdings die Erhöhung nicht verwandeln. #10 Camille Lopez holte die ersten Punkte für die Franzosen in der 9. Minute per Straftritt. Die Italiener wirkten aber munterer und egalisierten diese Punkte nach einem Tackling ohne Armbenutzung in der 17. Minute zum 8: 3. Allerdings wiesen die 'Azzuri' bei den Wiederankicks ziemliche Schwächen auf, die nur zwei Minuten später Camille nach Abseitsspiel zum 6: 8 nutzte. Der nächste Ankick wurde von den Franzosen schnell zurückgetragen und als #12 Gael Fickou den Ball in den Händen hatte, hielt ihn niemand mehr auf. Camille erhöhte auf 13: 8. Auch die Franzosen leisteten sich kleine Schnitzer und so konnte Canna in der 28. Minute den Spielstand wieder auf 11:13 verkürzen. Sechs Minuten vor der Pause war nach einem Vergehen im Gedränge wieder Lopez an der Reihe und markierte den Halbzeitstand von 16:11. Die Franzosen hatten nach der Pause ihre beste Spielphase und nach einem weiteren Straftritt nur vier Minuten nach Wiederanpfiff und durch ständigen Druck gelang #11 Virimi Vakatawa vier weitere Minuten später der Durchbruch zum nächsten Versuch, den Lopez zum 26:11 erhöhte. Italien kämpfte um den Anschluss, doch die nächsten Punkte machten erneut die Franzosen, als in der 67. Minute #8 Louis Picamoles nach mehreren Phasen in das Malfeld eindrang. Die Erhöhung zum 33:11 war damit auch die Entscheidung. Frankreich holte sich in einer nun etwas chaotischen Szenerie drei Minuten vor dem Ende mit einer Attacke aus der eigenen Hälfte, welche der schnelle #15 Brice Dulin vollstreckte, den Bonuspunkt für vier Versuche. Es ist Italien anzurechnen, dass sie versuchten, ihre Möglichkeiten auszuschöpfen und sie holten sich so direkt eine Minute später noch einen Versuch durch einen ähnlichen Angriff wie die Franzosen zuvor. #14 Angelo Esposito war schließlich derjenige, der den Ball in das Malfeld legen konnte. Mit 40:18 siegten aber die Franzosen recht deutlich...


England - Schottland 61:21

Schottland hatte sich gegen England einiges vorgenommen - jedoch ging von Beginn an alles schief! Schon in der 2. Minute sah #2 Frazer Brown wegen harten Einsatzes die gelbe Karte, was das Heimteam direkt nutzte. Ein Pass auf #13 Jonathan Joseph, der genau in die Lücke der Abwehr stieß und in das Malfeld gelangte und schon führte England nach Erhöhung von #12 Owen Farrell mit 7: 0. In der Überzahl legte Farrell in der 7.Minute noch einen Straftritt drauf. Schottland kam gar nicht richtig in die Gänge und ein weiteres Stören am Kontaktpunkt kostete sie in der 15. Minute einen weiteren Straftritt, den Farrell ebenfalls verwandelte. Joseph konnte in der 25. Minute nach zwei schnellen Pässen aus dem Gedränge heraus wieder genau richtig in das Loch der Abwehr schießen und den nächsten Versuch legen, den Farrell zum 20: 0 erhöhte. Die Gäste brachten ebenfalls nach einem Gedränge einen Versuch zustande, als sich #1 Gordon Reid in der 29. Minute über die Mallinie drückte. Unbeeindruckt konterte England erst mit einem Straftritt nur zwei Minuten später und der eingewechselte #23 Anthony Watson brach nach einem Gedränge in der 36. Minute zum nächsten Versuch durch. Farrells Erhöhung ergab den Halbzeitstand von 30: 7. Das Spiel war eigentlich gegessen und obwohl Schottland in den zweiten 40 Minuten noch zwei Versuche durch #13 Hugh Jones in der 50. wie 70. Minute erzielte - England hatte immer eine Antwort und schraubte durch einen weiteren Versuch von Joseph in der 43. Minute, #20 Billy Vunipola in der 57. und zweimal durch Versuche von #21 Danny Care in der 72. und 80. Minute sowie einem Straftritt und vier weiteren Erhöhungen von Farrell sein Punktekonto auf 61 herauf. Mit diesem 61:21 sicherte sich England den zweiten Turniersieg in Folge und hat am kommenden Wochenende in Dublin die Chance, auch das 'Grand Slam Double' einzutüten!


Tabelle: 

1. England    (+ 69) 18
2. Irland     (+ 45) 10
3. Frankreich (+ 15) 10
4. Wales      (+ 18)  9
5. Schottland (- 25)  9
6. Italien    (-122)  0


Für Schottland gab es in Twickenham keinen Raum zur Entfaltung...
(photo:scottishrugby.org)